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Vertrag unterzeichnet: Staatsminister Axel Wintermeyer (l.) und Landrat Jan Weckler.

Bürgerengagement voranbringen

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Wetteraukreis (pm). Hessen stärkt den Ausbau der Ehrenamtsförderung in den Landkreisen Bergstraße, Schwalm-Eder und der Wetterau. Ab sofort starten dort mit der Unterstützung des Landes Koordinierungszentren für Bürgerengagement als zentrale Anlaufstellen für Engagierte, Vereine und Organisationen, teilt die Landesregierung mit.

»Hessen ist ein Land des Ehrenamtes. Aber freiwilliges Engagement ist kein Selbstläufer. Es braucht kontinuierliche Förderung, Anerkennung und darüber hinaus etablierte, hauptamtliche Strukturen. Dafür sorgen wir gemeinsam mit den Landkreisen«, sagte der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, bei der Vertragsunterzeichnung u. a. mit dem Wetterauer Landrat Jan Weckler in Wiesbaden. »Miteinander schaffen wir gute Rahmenbedingungen und bringen das ehrenamtliche Engagement weiter voran.«

Dafür stehen in den Koordinierungszentren künftig hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit. Sie bauen vor Ort lokale Netzwerke auf mit dem Ziel, Menschen zusammenzubringen. Jene, die ehrenamtlich aktiv werden möchten, mit Vereinen und Organisationen, die Mitstreiter suchen.

Das Land fördert diese Koordinierungsarbeit pro Landkreis bis Mitte 2024 mit bis zu 150 000 Euro. Die Landkreise verpflichten sich im Gegenzug, einen Eigenanteil aufzubringen und die Strukturen danach zu erhalten.

Regelmäßiger Austausch

Ein weiterer wichtiger Aspekt in dem Programm ist ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch aller beteiligten Landkreise, denn nicht jeder muss alles neu erfinden. Die Koordinierungszentren können bei diesem Austausch gemeinsam übergreifende Themen bearbeiten und so auch auf aktuelle Entwicklungen im Bürgerengagement reagieren.

Insgesamt gibt es nun sieben Koordinierungszentren in Hessen. Bereits seit einem Jahr werden der Lahn-Dill-Kreis, der Main-Kinzig-Kreis und die Kreise Hersfeld-Rotenburg und Waldeck-Frankenberg durch das Programm gefördert. Um daran teilnehmen zu können, mussten sich die Landkreise bewerben und ihre Konzepte vorstellen. In der zweiten Staffel haben sich aus zehn Bewerbungen drei durchgesetzt.

»Die Hessinnen und Hessen sind spitze beim ehrenamtlichen Engagement. Fast zweieinhalb Millionen Menschen packen bei uns in ihrer Freizeit an«, sagte Wintermeyer. Die Koordinierungszentren sollen ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. »Wer aktiv gestaltet und für andere da ist, hat mitunter viele Fragen und braucht auch mal einen kurzen Draht. Gemeinsam mit den Landkreisen sorgen wir dafür, dass die Helfer genau wissen, wer für sie der richtige Ansprechpartner ist.« Mit Blick auf die zusätzlichen Herausforderungen der Corona-Pandemie sei es sehr gut, dass sich die Landkreise Bergstraße, Schwalm-Eder und Wetterau nun auf den Weg machten.

Landrat Weckler erklärte, dass ehrenamtliche Strukturen mit den Fördermitteln nachhaltig gestärkt werden könnten. »Mit dem neuen Koordinierungszentrum für Bürgerengagement ist es uns besonders wichtig, den Digitalisierungsprozess zu unterstützen, Frauen in Entscheidungspositionen in Vereinen zu stärken und das Ehrenamt im ländlichen Raum zu fördern.«

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