Bündnis setzt auf runden Tisch

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Friedberg/Wetteraukreis (pm). »Das Thema Windkraft auf dem Winterstein kommt nun dank der massiven Unterstützung der Staatsministerin für Umwelt und Klimaschutz, Priska Hinz, weiter voran. Sie möchte, genauso wie das Bündnis Windkraft Winterstein, gerne einen runden Tisch mit den Beteiligten bei der Planung und Bebauung dieser großen Vorrangfläche für erneuerbare Energien durch Windkraft.

« So steht es in einer Pressemitteilung des Bündnisses Windkraft Winterstein.

Hinz habe dem Bündnis mitgeteilt, sie würde es sehr begrüßen, wenn es zu einem Einigungsversuch zwischen den Beteiligten kommen könnte. Die Ministerin habe auch angeboten, dass die Landesenergieagentur (LEA) mit dem Aufgabenbereich Bürgerforum Energiewende Hessen (BFEH) bezüglich Moderation, Mediation und Veranstaltungskonzeption aktiv werden könnte.

Dazu äußert sich Hans-Dieter Wagner vom Bündnis Windkraft Winterstein in der Pressemitteilung: »Diese Unterstützung zeigt, dass wir mit unseren grundlegenden Anliegen hin zu einer klimagerechten Stromerzeugung durch Windkraft auf wenigstens zwei Prozent der Landesfläche völlig richtig liegen«.

Ziel: Runder Tisch nach Sommerferien

Auf dieser Grundlage habe das Bündnis kürzlich die Bürgermeister der vier betroffenen Kommunen gebeten, die Dienstleistungen von Hinz in Anspruch zu nehmen, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Die Bürgermeister hätten sich in einer gemeinsamen Antwort bedankt, die LEA als »eine überaus geeignete potenzielle Moderatorin« für einen »runden Tisch« beschrieben und auf ein kürzlich stattgefundenes »Arbeitsgespräch« zwischen den Kommunen, Bundes- und Landesforst und einem Planungsbüro verwiesen.

»Nicht mitgeteilt wurden allerdings konkrete Gesprächsergebnisse wie z. B. die Bedingungen und Vorgaben für eine Konzepterstellung«, schreibt das Bündnis.

Dieses Schreiben sei dann auch die Basis für eine aktuelle weitere Aktivität des Bündnisses gewesen, das nun die Staatsministerin und die LEA gebeten habe, direkt nach den Sommerferien zu einem großen runden Tisch einzuladen. Weiter heißt es in der Pressemitteilung, das »mittlerweile aus 28 Organisationen bestehende größte Bündnis dieser Art in Hessen« werde dann mit je einem Vertreter neben den kommunalen Repräsentanten und dem Bundes und Hessen Forst vertreten sein. Bündnissprecher Diethardt Stamm: »Wir wollen die Bevölkerung einbinden und informieren, es soll keine Absprachen hinter den Kulissen geben, und deshalb sind auch die Medien eingeladen.«.

Das Bündnis legt Wert darauf, dass das komplette Windkraftvorranggebiet nach energetischen Kriterien optimal genutzt werde und keine »politischen oder ökonomischen Rosinen« gepickt würden. Man hoffe auf einvernehmliche Lösungen und dass es keine Verstöße gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Sachen Klimaschutz gebe. Dazu gehöre auch, dass die Kommunen ihre bisherigen Vorgaben an Planungsbüros auf den runden Tisch legten.

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