Jede der sechs Impfstraßen hat vier separate Kabinen.
+
Das Wetterauer Impfzentrum in einem leerstehenden Büdinger Baumarkt von innen.

Kritik an Landesregierung

Corona: Start-Termin für Impfzentrum Wetterau steht offenbar fest

  • vonRedaktion
    schließen

Viele Kritiker halten den Impfstart für verpatzt. Kritik an der Strategie der hessischen Landesregierung wurde auch in der Wetterau laut. Nun scheint jedoch klar, wann das Impfzentrum in Büdingen den Betrieb aufnimmt.

  • Impfstrategie und Impffortschritt sind zwei der umstrittensten Themen in Deutschland.
  • In der Wetterau regte sich zuletzt Kritik an den Vorgaben der hessischen Landesregierung.
  • Nun scheint klar: Am 9. Februar soll das Corona-Impfzentrum in Büdingen öffnen.

Update, 19.01.2021, 10.19 Uhr: Am heutigen Dienstag (19.01.2021) öffnen die ersten Corona-Impfzentren in Hessen. Für die Bürger in der Wetterau, die einen Termin bekommen haben, bedeutet das zunächst: Sie müssen in Heuchelheim bei Gießen oder in Frankfurt vorstellig werden. Denn das Impfzentrum des Wetteraukreises in Büdingen ist weiterhin geschlossen.

Das hatte in den vergangenen Tagen für einige Diskussionen (siehe unten) gesorgt.

Nun allerdings ist offenbar geklärt, wann auch in Büdingen mit den Corona-Impfungen für Wetterauer begonnen werden soll. Denn die verbliebenen Corona-Impfzentren in Hessen sollen in drei Wochen, am 9. Februar, öffnen. Das kündigte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Dienstag (19.01.2021) in Darmstadt an. Damit dürfte es auch in der Wetterau endlich losgehen.

Wetterauer Corona-Impfzentrum muss vorerst zu bleiben - Kritik an Impfstrategie des Landes

Erstmeldung, 13.01.2021, 17.25 Uhr: Seit Dienstag dieser Woche können sich auch Bürgerinnen und Bürger ab dem 80. Lebensjahr, die nicht in einer Pflegeeinrichtung leben, in Hessen um einen Impftermin gegen Covid-19 bemühen. Allerdings müssen sie für die Impfung in eines der sechs regionalen Impfzentren in Hessen fahren oder gebracht werden. Diese hat die Landesregierung in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt eröffnet, während die übrigen Impfzentren in den Landkreisen vorerst noch geschlossen bleiben - unter anderem auch das Wetterauer Impfzentrum in Büdingen.

Wetterauer SPD kritisiert Impfstrategie der hessischen Landesregierung

Diese Vorgabe der hessischen Landesregierung stößt bei Vertreterinnen der Wetterauer SPD auf erhebliche Kritik. »Oberste Priorität muss es sein, dass wir allen Bürgerinnen und Bürger den Zugang zur Impfung so einfach wie möglich machen. Dabei dürfen wir auch nicht die vergessen, dass viele es nicht so leicht haben, zu den Impfzentren zu gelangen. Es ist absolut unverständlich, warum betagten Menschen etwa aus Kefenrod, Ortenberg oder Florstadt von der Landesregierung zugemutet wird, zum Impfen nach Gießen oder Frankfurt zu fahren«, kritisiert die Wetterauer Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch (SPD). Das sei eine völlig unnötige Belastung für diese Personengruppe, aber auch ihre Angehörigen, die viele der Impfwilligen in die Impfzentren begleiten müssten. »Seit Mitte Dezember halten wir das Wetterauer Impfzentrum für den Einsatz bereit. Unser Impfzentrum ist startbereit und die notwendige Manpower ist vorhanden«, so Becker-Bösch.

Impfungen in der Wetterau: Sofortige Öffnung in Büdingen?

Schon jetzt werde der Impfstoff für die mobilen Impfteams, die im Kreis unterwegs seien, in das Büdinger Impfzentrum geliefert und von dort verteilt. »Der Impfstoff ist also schon vor Ort. Es wäre daher ein Leichtes, zumindest eine der Impfstraßen in Büdingen zu öffnen, wenn schon die momentan verfügbare Impfstoffmenge nicht ausreicht, um das Impfzentrum voll in Betrieb zu nehmen«, meint die Wetterauer SPD-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl, die auch sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion in Wiesbaden ist. Auf nur sechs regionale Impfzentren in ganz Hessen zu setzen, sei eine massive Benachteiligung der Menschen in den ländlichen Gebieten Hessens. »Deswegen fordern wir, sofort alle Impfzentren zu öffnen und vor allem den Impfstoff auch gerecht auf die Zentren zu verteilen, damit keine Region leer ausgeht.« (red)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare