Für den Dorftratsch zuständig sind Sabine Stüdemann (l.) und Claudia Kinzebach als Mete und Marie.	(Fotos: lod)
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Für den Dorftratsch zuständig sind Sabine Stüdemann (l.) und Claudia Kinzebach als Mete und Marie. (Fotos: lod)

Brasilianischer Karneval in Bauernheim

Friedberg-Bauernheim (har). Klein, dafür aber umso feiner ist das Faschingstreiben in Bauernheim. Am Samstagabend war es wieder soweit: Das Dorfgemeinschaftshaus verwandelte sich in einen brasilianischen Dschungel samt Palmen, Affen und Kokosnüssen. Die bevorstehende Fußball-WM hatte die Aktiven des Karnevalvereins Bauernheim (KVB) dazu inspiriert.

Nachdem Wolfgang Hellwig als »One Man Band« den Besuchern kräftig eingeheizt hatte, tänzelte »Samba-Girl« Marc Schilling auf die Bühne, legte eine flotte Sohle aufs Parkett, um dann im Wechsel mit Claudia Kinzebach durch die Narrenschau zu führen.

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Den ersten Uiuiui-Gesang des Abends gab es schon bei der Begrüßung von Ortsvorsteher Ulrich Hausner, feierte er doch an diesem Tag seinen 50. Geburtstag. Trotzdem tanzte er wieder im Männerballett mit, und seine Frau Ina überraschte ihn mit einem Auftritt als Marilyn Monroe. Die kleine Garde tanzte zum Auftakt zum Hit »Hey Brother« von Avicii. Um den Nachwuchs, der von Melanie Müller trainiert wird, brauchen sich die KVB’ler keine Sorgen zu machen, denn zu Beginn und am Ende der Show tanzte der erst vier Jahre alte Ben-Luis Meyer mit und bildete die Spitze der Pyramide.

Für den Dorftratsch zuständig sind seit Jahren Meta und Marie. Sabine Stüdemann und Claudia Kinzebach wissen immer genau, was in Bauernheim los ist. Da die beiden »Krüstchen« auch nicht jünger werden, testeten sie gegenseitig ihre Altersheimtauglichkeit. Die Narren im Saal tobten.

Jacqueline Zerb, Lisa Gübler und Stina Fett zeigten als »Teenie Dance Group« in Hotpants, karierten Hemden und mit Cowboy-Hüten zu modernem Country-Rock einen Showtanz, den Lisa Gübler einstudiert hatte. Für Hochstimmung sorgte Melanie Müller als Helene Fischer. Eins zu eins hatte sie die Show des Schlagerstars zu deren Hit »Atemlos durch die Nacht« einstudiert. Zusammen mit den drei »Background-Dancers« Nina Scharfe, Tanja Haas und Jaclyn Willitsch brachte sie alle zum Mitsingen. Blödsinn vom Allerfeinsten brachten Jens Kinzebach als Bauchredner und Marc Schilling als »Handpuppe« auf die Bühne. Lachtränen bei so manchem Besucher waren die Folge.

Mit einem Genuss fürs Auge startete der zweite Teil der Narrenschau. Die sechs Tänzerinnen der Großen Garde, die von Melanie Mayer trainiert werden, hatten zu »Wake me up« einen modernen Gardetanz einstudiert.

{newPage}Ohne Worte kamen Anja Kulikowska, Marc Schilling und Ralf Stüdemann aus. Die Pantomime »bei Hempels hinnerm Sofa« war ein Liebesdrama der besonderen Art. Mit dem Liebhaber ging die junge Frau hinters Sofa, bis der Ehegatte nach Hause kam und den Liebhaber zum Duell forderte. Doch es kam anders, die beiden Männer stellten ihre Zuneigung zueinander fest. Die Idee zu diesem Spektakel hatte Claudia Kinzebach.

In den Dschungel ging es mit dem Männerballett. Erst in Westen und schwarzen Shirts, dann als leicht bekleidete Dschungel-Boys wirbelte die Truppe über die Bühne (einstudiert von Sonja Albus und Melanie Müller). Volker Albus füllte als tanzende Banane die Pause, bevor er sich in ein gefeiertes »Tarzan-Double« verwandelte. Es ging magisch weiter: Eine Zaubershow hatten Marc Schilling und Ralf Stüdemann einstudiert. Als »Siegfried und Roy« tänzelten sie fast schwerelos über die Bühne, um dann mit ihren Tricks für Lachsalven zu sorgen.

Den Schlusspunkt setzten traditionelle die »Flashlights«. Passend zum Motto war Samba angesagt, die von Sonja Albus trainierten Tänzerinnen verbreiteten einen Hauch von »Karneval in Rio«. Nach der Verlosung von drei Hauptpreisen der erstmals durchgeführten Sitzungstombola kamen zum Finale alle Mitwirkenden auf die Bühne, um zusammen mit den Gästen den »Karneval in Bauernheim« zu feiern.

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