Jacques-Alain Bénisti
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Jacques-Alain Bénisti

Bénisti-Erfolg in Partnerstadt

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Friedberg (pm). In Frankreich hat am Sonntag der zweite Wahlgang der Kommunalwahlen stattgefunden. Bestimmt wurden die Gemeinderäte, indirekt ging es aber auch darum, wer Bürgermeister wird, da dieser vom Gemeinderat gewählt wird. In Friedbergs französischer Partnerstadt Villiers-sur-Marne kam Bürgermeister Jacques-Alain Bénisti (Les Républicains) im zweiten Wahlgang mit seiner Liste »Villiers Ambition« auf 46,03 Prozent und kann nun für seine fünfte Amtszeit planen.

Auf dem zweiten Platz landete der Sozialist (PS) M. F. Massot mit 37,05 Prozent, Dritter wurde die von A. Amara (Villiers Avenir) angeführte Liste mit 16,93 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 36,55 Prozent, da viele Wähler wegen des Coronavirus’ lieber zu Hause blieben und das französische Wahlsystem keine Briefwahl kennt. Auch müssen sich die Wähler zuvor registrieren lassen.

Im ersten Wahlgang ist die Person gewählt, die mindestens die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhalten hat und die Stimmenzahl mindestens der Hälfte der im Wahlkreis eingeschriebenen Wähler entspricht. In Villiers-sur-Marne erreichte niemand diese absolute Mehrheit. Wegen der Corona-Krise kam es nun erst am 28. Juni zum zweiten Wahlgang.

Da das französische Kommunalwahlsystem dem Gewinner Bonus-Sitze zuteilt, erhalten die Kandidaten der Konservativen Republikaner in Villiers-sur-Marne 22 von 34 Sitzen im Gemeinderat. Dieser wählt dann den Bürgermeister.

In Frankreich ist die Position des Bürgermeisters deutlich herausragender als die des Bürgermeisters in Deutschland. Der französische Bürgermeister ist als »agent de la commune« Vorsitzender des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung und zugleich als »agent de l’ Etat« Repräsentant des Staates in der Kommune.

Jacques-Alain Bénisti ,1952 in Paris geboren, wurde zum ersten Mal 1995 Bürgermeister von Villiers-sur-Marne und in den Jahren 2001, 2008 und 2014 wiedergewählt. 2002 wurde er erstmals als Abgeordneter des Départments Val-de- Marne in die Nationalversammlung gewählt, der er bis 2017, nach Wiederwahlen 2007 und 2012, angehörte. Er wurde nach seinem Ausscheiden zum Ehrenabgeordneten der Nationalversammlung ernannt. 2019 erhielt er den Ehrenschild der Stadt Friedberg für seine Verdienste um die Städtepartnerschaft. FOTO: PM

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