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Blutspenden in der Wetterau wieder möglich

  • vonMarion Müller
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Ein kurzer Pikser -- und schon läuft das Blut über einen kleinen Schlauch in einen Plastikbeutel. Blutspenden sind in der Wetterau wieder möglich

Einen halben Liter spendet man bei einer Blutspende. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden zuletzt zahlreiche Blutspendetermine in der Wetterau abgesagt, zum Schutz der Spender und Helfer. Seit dieser Woche sind wieder Blutspenden in der Wetterau möglich.

»Durch die Lockerungen wird auch in den Krankenhäusern mehr operiert, da steigt auch der Blutbedarf«, sagt Norbert Gerlach, Pressesprecher des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Friedberg. Allerdings sei eine vorherige Anmeldung zwingend notwendig. »Einfach mal hinkommen, ist nicht.«

Die Blutspende in der Friedberger Stadthalle am morgigen Dienstag, 19. Mai, von 16 bis 20 Uhr ist bereits ausgebucht. Für die Spenden am Mittwoch, 20. Mai, in der Turn- und Sporthalle in Wölfersheim-Wohnbach oder am Freitag, 22. Mai, in der Willi-Salzmann-Halle in Nidderau-Windecken sind noch Termine frei. Beide Spenden finden jeweils von 16 bis 20 Uhr statt. Zudem gibt es noch einen Zusatztermin in Rockenberg, wie Martin Kraicker, Leiter der Blutspende vom DRK in Wölfersheim sagt. Am Samstag, 30. Mai, von 12 bis 15 Uhr finde diese im Bürgerhaus Oppershofen statt.

Die Anmeldung zu den Blutspende-Terminen erfolgt über die Webseite des Blutspendedienstes (BSD) Baden-Württemberg-Hessen unter www.blutspende.de.

Fieber messen am Eingang

Die Blutspende laufe ähnlich ab wie in den eingerichteten Blutspendezentren, erklärt Gerlach. Die Spender seien in kleine Gruppen von etwa drei Personen aufgeteilt. Maximal 15 Personen dürfen sich im Raum aufhalten. Zudem werde am Eingang Fieber gemessen. Helfer der DRK-Orstvereine verteilen Mund-Nasen-Schutz sowie ein Getränk, sagt Kraicker. Zudem müssen alle Spender ihre Hände desinfizieren sowie den Mindestabstand einhalten. Es werde kein Essen angeboten.

Von der Ortsvereinigung Wölfersheim seien fünf Ehrenamtliche bei der Blutspende am Mittwoch vor Ort, sagt Kraicker. Eine Person stehe am Eingang und verteile Masken, Getränke und sorge für das Desinfizieren der Hände. Zwei weitere seien an der Anmeldung. Dort werden alle Spender registriert. Weitere zwei Helfer seien als Springer eingeteilt.

Damit die Rahmenbedingungen stimmten, seien die Räumlichkeiten vorher noch mal gesichtet worden, erklärt Gerlach. Ob weitere Blutspende-Termine etwa im Juni in Bad Nauheim stattfinden können, stehe noch nicht fest. Über weitere Blutspende-Termine würde wochenweise entschieden werden. »Es wird geschaut, wie es jetzt bei den Terminen läuft«, sagt Gerlach. Es sei noch immer Vorsicht geboten, mahnt der DRK-Pressesprecher.

Spendebereitschaft bisher hoch

Im Gebiet des Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen werden zur Zeit 2000 Blutkonserven am Tag benötigt. In Hessen sind das zwischen 700 und 800 Blutkonserven. Der Bedarf sei durch die Corona-Krise etwas gesunken, da nur noch Notoperationen stattgefunden hätten. Vor der Krise habe man 2600 Blutkonserven beziehungsweise 900 am Tag in Hessen benötigt. Der Bedarf an Blutkonserven werde aber jetzt erneut steigen, da Krankenhäuser wieder mehr operierten.

Eberhard Weck, Pressesprecher vom BSD, bereitet ein Thema Sorgen: Die Spendebereitschaft sei bisher hoch. Doch niemand könne sagen, wie lange diese Situation noch andauere. »Fraglich ist, ob die Blutspendebereitschaft noch da ist, wenn der Alltag wieder einsetzt«, sagt Weck. Er befürchtet, dass viele nicht mehr an eine Blutspende denken werden, weil sie lieber Freunde treffen wollen oder in Restaurants gehen möchten.

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