Die Kaiserstraße sollte zur Flaniermeile werden, fordern die Grünen (unten, v. l.) Florian Uebelacker, Isabella Schmidt, Alexia Anders, Dr. Nikolas Hollmann, Pascal Miller, Gudrun Friedrich, Julia Cellarius, Markus Fenske, Rudi Mewes, Vivien Gäde, Bernd Stiller und Runa Neuwirth.
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Die Kaiserstraße sollte zur Flaniermeile werden, fordern die Grünen (unten, v. l.) Florian Uebelacker, Isabella Schmidt, Alexia Anders, Dr. Nikolas Hollmann, Pascal Miller, Gudrun Friedrich, Julia Cellarius, Markus Fenske, Rudi Mewes, Vivien Gäde, Bernd Stiller und Runa Neuwirth.

Wo bleibt die neue Kaiserstraße?

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Vor acht Jahren beschloss das Stadtparlament, die Verwaltung solle die Neugestaltung der Kaiserstraße vorantreiben. Passiert ist gleichwohl wenig. Die Grünen wollen in einer Anfrage zur nächsten Stadtverordnetensitzung die Gründe für die Verzögerung erfahren.

Monatelanges Ringen in den Fraktionen hatte zu dem Kompromiss geführt, der 2012 besiegelt wurde. "Auch wenn man die Blockade der Straßenbeitragssatzung mitberücksichtigt, die unvorhersehbare Kosten für die Grundstückseigentümer bedeutet hätte, so ist nicht nachvollziehbar, warum nach Abschaffung derselben im Jahr 2018 keine Fortschritte zu erkennen sind", sagt Markus Fenske, Spitzenkandidat für die Kommunalwahl im März. Mit ihrer Anfrage erhoffen sich die Grünen von der Verwaltung Hinweise für die Beseitigung von Hindernissen, die jetzt noch im Weg liegen könnten.

Die lange Wartezeit führe auch dazu, dass alte Konzepte wieder hervorgeholt würden, um sie neu zu diskutieren. "Erschreckend gerade aus heutiger Sicht ist die übermäßige Fokussierung der Gestaltung auf das Auto", sagt Bernd Stiller, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion. "Als wäre das größte Problem der Kaiserstraße, wie schnell man durch sie hindurch fahren kann." Wichtiger sei es, die Gestaltung der zentralen Einkaufsmeile an den Bedürfnissen der Fußgänger, also der Kundschaft für die vielen Einzelhändler, zu orientieren. Eine breite Flaniermeile unter alten und neuen Bäumen, mit Verweilmöglichkeiten und Bänken sei das Ziel.

Die Stadt sollte schnellstmöglich die konkrete Planung vorlegen und die Diskussion mit den Bürgern suchen. Der vorliegende Plan habe ausreichend Spielraum: Mit Zwischenschritten ließe sich viel erreichen, so könnten die Parkplätze schon heute in Richtung Straße zurückgezogen werden, sodass sie vor den Bäumen stehen, schlägt Spitzenkandidatin Alexia Anders vor. Laut Pascal Miller wäre der Bereich für die Fußgänger dann automatisch breiter, als er heute etwa vor der Engelsgasse gestaltet sei. "Kein Baum müsste gefällt werden, aber die Aufenthaltsqualität würde merklich steigen."

Miller steht auf Platz vier der Liste zur Kommunalwahl im März, die die Grünen nun beschlossen haben. Angeführt wird sie von Anders und Fenske. Die 34-jährige Einzelhändlerin aus der Altstadt und der 53-jährige Rechtsanwalt aus Ockstadt wollen neben der Gestaltung der Kaiserstraße und der Kaserne auch ansonsten "frischen Wind in verkrustete Strukturen" bringen.

Die Liste mit den 34 Kandidaten (so viele wie noch nie) sei jünger und weiblicher geworden, teilt die Partei mit. Der jüngste Bewerber ist der 19-jährige Ossenheimer Mario Wendig auf Platz 20. Die 25-jährige Runa Neuwirth ist die jüngste Bewerberin, sie kandidiert auf Platz 3.

Es sind auch alle Ortsteile vertreten. Man mache ein Angebot für jene, "die bisher enttäuscht vom Stillstand und den fehlenden Bemühungen um Klimaschutz sind", so die Mitteilung. Weitere Kandidaten sind Julia Cellarius (5), Florian Uebelacker (6), Isabella Schmidt (7), Bernd Stiller (8), Vivien Gäde (9) und Nicholas Hollmann (10). FOTO: PM

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