UWG bleibt bei Nein zur Sperrung der Kaiserstraße

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Friedberg (pm). Erst hatte das Bürgerbündnis »WIR« eine vierwöchige weitgehende Test-Sperrung der Kaiserstraße für den Verkehr vorgeschlagen, dann hatte die UWG dies zurückgewiesen, die Linken hingegen sprachen sich für den Test aus. Nun meldet sich wieder die UWG zu Wort.

»Die derzeitige Situation der Kaiserstraße ist zweifellos unbefriedigend«, schreibt UWG-Vorsitzender Friedrich Wilhelm Durchdewald in einer Pressemitteilung. »Aus diesem Grund hatte sich bereits in den Jahren 2010 bis 2012 das Friedberg Forum als Zusammenschluss Friedberger Vereine intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und Lösungsvorschläge erarbeitet. Diese wurden sogar in einem sieben Meter langen, maßstäblichen Modell visualisiert. Darin waren Barrierefreiheit, breite Gehwegflächen, schmale Fahrspuren und eine hohe Flexibilisierung von Event- und Parkflächen ausgewiesen.« Obwohl das Konzept eine sehr große Akzeptanz in der Friedberger Bevölkerung erfahren habe, sei eine weitere Befassung damit von der damaligen Mehrheit von SPD und Grünen abgelehnt worden.

So lange keine weitere Nord-Süd-Verbindung geschaffen werden könne, werde die Kaiserstraße auch als Ausweichstrecke bei Sperrungen auf B 3 oder A 5 genutzt, schreibt Durchdewald. »Abgesehen davon, dass eine vorübergehende Sperrung einen sehr erheblichen logistischen und insofern personellen und finanziellen Aufwand für die Stadt bedeutet, wird das durch die übergeordneten Behörden nicht genehmigt werden«, argumentiert der UWG-Politiker und verweist auf die Aufhebung der Tempo-30-Regelung.

Linke-Chef Sven Weibergs Vergleich mit der Fußgängerzone in Bad Nauheim sei völlig ungeeignet, schreibt der Friedberger UWG-Chef Durchdewald. In Bad Nauheim sei nicht nur das »Fußgängerzonen-Rechteck« durch aktive Verkehrsstraßen umschlossen, sondern dort befänden sich insgesamt mehr Parkplätze als auf der Kaiserstraße. Es handele sich um mehr als 250 Parkplätze unmittelbar um die Fußgängerzone. Dazukämen die Parkhäuser Kurparkplaza und das Parkhaus unter den Kolonnaden.

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