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»Bitte drinnen parken«

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Von: Jürgen Wagner

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Kein Dorheim-spezifisches Problem: Enge Gassen in der Ortsmitte können dafür sorgen, dass Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr oder Rettungsdiensten stecken bleiben. © pv

Friedberg-Dorheim (jw). Die Ortsbeiratssitzung in Dorheim fiel am Mittwoch aus, Ortsvorsteher Dr. Klaus-Dieter Rack (SPD) hatte zu viele Absagen bekommen, manche beruflicher Art, andere wegen Corona-Vorsorge. Neues zu melden gibt es trotzdem, da das Thema bereits in einer vorherigen Sitzung besprochen wurde und sich Rack mit seinem Stellvertreter Axel Pabst (CDU) auf das weitere Prozedere verständigt hat:

Ortsbeirat und Freiwillige Feuerwehr appellieren an die Bewohner insbesondere in den engeren Dorfgassen, ihr Fahrzeug nicht auf der Straße, sondern in der Garage oder im Hof zu parken.

Beim Test bleibt die Feuerwehr stecken

Das gibt es überall: Die Garage verwandelt sich im Laufe der Zeit fast unmerklich in eine Werkstatt oder in ein Holzlager. Fürs Auto fehlt dann der Platz, es wird auf der Straße abgestellt. Ist nicht verboten. Aber nicht unbedingt klug.

Bricht ein Feuer aus oder muss ein Rettungswagen zu einem Haus im Dorfkern und die Straßen sind zugeparkt, kommen die Einsatzkräfte in einem Fall von Leben und Tod nicht durch. Das kann ganz schnell passieren, sagt Ortsvorsteher Rack: »Ein geparktes Auto muss nur leicht in den öffentlichen Raum hineinragen, schon ist die Durchfahrt für größere Fahrzeuge nicht möglich.« Moritz Frühschütz, CDU-Ortsbeiratsmitglied und Feuerwehrmann, hat das im Frühjahr bei einer Begehung bzw. Befahrung mit einem Einsatzfahrzeug demonstriert.

Ortsbeirat und Feuerwehr haben zusammen mit der städtischen Straßenverkehrsbehörde Bereiche im Dorfkern ausgedeutet, wo Bodenmarkierungen angebracht werden sollen. Damit soll Falschparken verhindert werden.

Um auf diesem Wege die »innere Sicherheit« in Dorheim zu erhöhen, verteilen die Ortsbeiratsmitglieder und Feuerwehrleute in den nächsten Tagen Flugblätter: Ein Appell an die Ortsbürger, ihre Autos möglichst in der eigenen Garade oder im Hof zu parken. Rack: »Das ist nur ein Appell, wir haben keine andere Handhabe.« Ein Appell freilich, der allen Bürgern zugutekommt. Rack: »Alle müssten daran interessiert sein, dass in Notfällen alle Häuser im Dorf erreichbar sind.«

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