Coronabedingt ist dieser Blick und mehr ins Theater Altes Hallenbad weiterhin virtuell möglich. Zum Tag des offenen Denkmals haben sich die Organisatoren viel überlegt, um online einen Ersatz für den abgesagten Tag zu bieten. 	FOTO: WOLFGANG DINY
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Coronabedingt ist dieser Blick und mehr ins Theater Altes Hallenbad weiterhin virtuell möglich. Zum Tag des offenen Denkmals haben sich die Organisatoren viel überlegt, um online einen Ersatz für den abgesagten Tag zu bieten. FOTO: WOLFGANG DINY

Ein Besuchserlebnis zu Hause

  • vonHaimo Emminger
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Friedberg (emh). Der diesjährige Tag des offenen Denkmals brachte wieder zahlreiche Besucher in das Alte Hallenbad in der Haagstraße. Diesmal allerdings anders als sonst, denn coronabedingt blieben bundesweit nahezu alle Denkmäler geschlossen und machten nur virtuelle Besuche möglich; Die verbindlichen Hygienestandards hätten bei großem Andrang kaum eingehalten werden können. Darauf stellte sich auch der Hallenbadverein ein, dessen hier federführendes Vorstandsmitglied Wolfgang Diny nach wochenlanger Vorarbeit die Webseite des Vereins rechtzeitig zum 13. September um einen virtuellen Rundgang erweitern konnte.

Verschiedene Module

Von diesem auch in der WZ berichteten Angebot machten fast 300 Interessierte Gebrauch und holten sich das Besuchserlebnis des 1985 unter Denkmalschutz gestellten Gebäudes digital direkt nach Hause. »Das wären 20 Gruppen zu je 15 Personen gewesen, also noch mehr als im Vorjahr«, bilanzierte der Vereinsvorsitzende Uli Lang.

Zwar fehlte diesmal der persönliche Kontakt zum Führungspersonal; das aber wurde kompensiert durch die Möglichkeit, je nach Interessenslage unter verschiedenen Modulen auswählen zu können. Diese waren entsprechend dem Motto des Denkmaltages »Erinnern, erhalten, neu denken« gestaltet worden. Etwa zu den Themen Erbauung und Grundrisse, Rück- und Umbauten, ursprüngliche und noch vor- handene Jugendstilelemente oder künftige Gestaltung und Nutzungsmöglichkeiten von Schwimmhalle, Kesselhaus und Seminarräumen. Dazu gibt es Beispiele von bereits stattgefundenen Veranstaltungen wie Kindertheater, Lesungen, Schauspiele, Popmusik- bis Opernproduktionen, aber auch zu Vereins- und Bürgerversammlungen, Familienfeiern oder wissenschaftlichen Tagungen. So konnte man das seinerzeit aus einer Bürgerbewegung heraus errichtete Gebäude ganz neu kennenlernen und seine Metamorphose zu einer inzwischen sehr lebendigen Location für Kultur und als Begegnung der Bürger nachvollziehen.

Der Rundgang durch das Alte Hallenbad, liebevoll »aHa« abgekürzt, ist weiterhin möglich über die Website www.aha-friedberg.

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