"Muntermacher" unter sich: Enrico Stiller (r.), Inhaber der Kaffeemanufaktur, mit (v. l.) Bernd Wagner, Stefan Wunderlich, Max Hüschen, Dirk und Jessica Antkowiak, Joachim Kunze und Norbert Simmer von der Friedberger CDU.		FOTO: PV
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»Muntermacher« unter sich: Enrico Stiller (r.), Inhaber der Kaffeemanufaktur, mit (v. l.) Bernd Wagner, Stefan Wunderlich, Max Hüschen, Dirk und Jessica Antkowiak, Joachim Kunze und Norbert Simmer von der Friedberger CDU. FOTO: PV

Zu Besuch beim Kaffee-Sommelier

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Friedberg (pm). Mit dem »Monsooned Malabar Arabica«-Kaffee aus Indien haben die Besucher von der Friedberger CDU in der Kaffeemanufaktur Der Muntermacher ein aufwendig hergestelltes Produkt probiert.

»Zur Zeit der Segelschifffahrt wurden Kaffeesäcke mit Segelschiffen von Indien nach Europa verschifft, was über das Kap der guten Hoffnung mehrere Monate dauerte«, erzählte Enrico Stiller, Inhaber der Kaffeemanufaktur. »Während des Transports waren die Bohnen der salzhaltigen Meeresluft sowie dem feuchten Monsunklima ausgesetzt. Dadurch konnten sie nachreifen, und ihr Charakter veränderte sich völlig.«

Das und einiges mehr rund um das Thema Kaffee erfuhren die Christdemokraten bei ihrem Besuch. Diplom-Kaffeesommelier Stiller betreibt seine Rösterei seit Anfang August in der Pfingstweide 2.

Wie man größten Genuss erzielt

»Wo und wie wird man Kaffee-Sommelier?«, wollte Joachim Kunze wissen. Im vergangenen Jahr absolvierte Stiller, eigentlich gelernter Bankenprüfer, seine Ausbildung am Institut für Kaffee-Experten in Wien. Ein Kaffee-Sommelier muss, ähnlich wie ein Wein-Sommelier, wissen, wo und wie Kaffee angebaut wird, wie man ihn verarbeitet und röstet, wie man ihn zubereitet und verkostet und vor allem, wie man seine Qualität und seinen Geschmack bewertet - von der rohen Kaffeebohne bis zum Kaffee in der Tasse.

So erfuhren die Besucher der CDU innerhalb kurzer Zeit eine Menge über das Lieblingsgetränk der Deutschen. Wichtig sind der richtige Röstgrad und die richtige Röstdauer, denn sie bestimmen die Kaffee-Aromen.

»Wie erziele ich den besten Kaffeegenuss?«, erkundigte sich CDU-Vorsitzender Bernd Wagner. »Aufbrühen ist die beste Methode, um volles Aroma zu erzielen«, erklärte Stiller. Optimal sei eine Karlsbader Kanne. Die besteht nur aus Porzellanteilen. Der Kaffee wird durch ein feines, doppelt-glasiertes Porzellansieb gefiltert. Durch das komplett geschmacksneutrale Porzellan ist sichergestellt, dass die Kanne die Aromen des Kaffees voll zur Geltung bringt. Das sehr grob gemahlene Kaffeepulver wird in den Porzellanfilter gefüllt und mit höchstens 90 Grad heißem Wasser aufgebrüht.

Übrigens: Verwendetes Kaffeepulver aus der Kaffeemanufaktur eignet sich als Pflanzendünger. Enrico Stiller: »Mischen Sie den Kaffeesatz einfach der Erde bei.«

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