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Gemeinsam wird in der Holzwerkstatt des Karl-Wagner-Hauses gearbeitet. Seit zehn Jahren besteht die Kooperation zwischen der Johann-Philipp-Reis-Schule und der sozialen Einrichtung. FOTOS: PV

Beide Seiten profitieren

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Friedberg(pm). Die Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) kooperiert bereits seit zehn Jahren mit dem Karl-Wagner-Haus (KWH). Regelmäßig kommen Schüler der berufsbildenden Schule mit Bewohnern der Sozialeinrichtung zu gemeinsamen Projekten zusammen.

In einem aktuellen Technikprojekt arbeiteten die Berufsfachschüler der Klasse 11BF2b der JPRS mit Bewohnern des Karl-Wagner-Hauses gemeinsam an der Herstellung des Holz-Modells eines Lokomotive-Personenwagens. Zuvor hatten die Schüler während ihres Praxisunterrichts in den schuleigenen Werkstätten der Holz- und Metallabteilung die Einzelteile für das Modell hergestellt.

Der kürzlich stattgefundene Projekttag startete mit der Begrüßung durch Verena Weiß, Fachbereichsleiterin Ambulante Hilfen des KWH. Gemeinsam mit den Bewohnern des Karl-Wagner-Hauses bauten die Berufsfachschüler in der Werkstatt des KWH die Modell-Einzelteile zu 20 Personenwagen zusammen. Betreut wurden sie dabei von den JPRS-Lehrern Norbert Hantl und Klaus Peppler und dem KWH-Werkstattleiter Klaus Zschernitz. Die Schüler und Bewohner nutzten das gemeinsame Arbeiten zum gegenseitigen Kennenlernen und für Gespräche. Dieser erfahrungsreiche Projekttag endete mit einem gemeinsamen Mittagessen, welches das KWH allen Beteiligten spendete.

Freude bei Zusammenarbeit

In den vergangenen Jahren waren im Rahmen des Technikprojekts bereits Lokomotiven, Tenderwagen, Tankwagen und Transportwagen geplant, gefertigt und montiert worden. In diesem Jahr erfolgte nun die Erweiterung mit den Personenwagen. Das gemeinsame Projekt zwischen der Berufsschule und dem Karl-Wagner-Haus wurde während des Tages der offenen Tür in der JPRS den Besuchern vorgestellt, und die Lokomotive sowie die dazugehörigen Wagen wurden zum Kauf angeboten.

Von der gemeinsamen Projektarbeit können beide Seiten profitieren: Die JPRS-Schüler engagieren sich im sozialen Bereich und entdecken ihre Sensibilität für Menschen in sozialen Notlagen.

Die Bewohner des Karl-Wagner-Hauses knüpfen Kontakte, erfahren Freude in der Zusammenarbeit mit den Schülern und bauen wieder erste soziale Bindungen auf.

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