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Rolf Hartmann Vorsitzender der Synode

»Begegnen, begeistern, beteiligen«

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Wetteraukreis (pm). Aufgrund der anhaltenden Corona-Lage hat die Frühjahrssynode des evangelischen Dekanats Büdinger Land am Samstag erstmals digital stattgefunden. Rolf Hartmann, Vorsitzender des Kirchenparlaments, konnte 90 der 132 Synodalen, zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Propst Matthias Schmidt sowie Olaf Diwisch von der Regionalverwaltung im digitalen Konferenzsaal begrüßen.

Hartmann zeigte sich erfreut über die gute Resonanz und leitete routiniert das doch für die meisten Teilnehmenden ungewohnte Sitzungsformat. Auf der Tagesordnung standen neben der Beratung des Haushaltsplanes 2021, dem Bericht des Vorsitzenden, der Aktualisierung der Vergaberichtlinien im Rahmen des Finanzausgleichs und der Nachwahl eines ehrenamtlichen Mitglieds des Synodalvorstands auch die Aussprache und Beschlussfassung der Dekanatskonzeption.

Unter dem Motto »Begegnen, begeistern, beteiligen« hatten sich die Synodalen bereits in den vergangenen Zusammenkünften mit den Veränderungen der kirchlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen befasst und Möglichkeiten besprochen, wie der Glaube an Gott, an das Evangelium Christi, in der heutigen Zeit so vermittelt werden könne, dass er als Beitrag zu einem gelingenden Leben verstanden wird.

Kern der Konzeption stellt die Idee dar, den Raum für Glauben über die Räume der Gemeinde hinaus zu weiten. Das Bild vom Dekanat als weiter, geöffneter Raum, in dem die Menschen sich begeistert über ihr Leben, ihren Glauben und ihre Wünsche und Hoffnungen austauschen und Gemeinschaft erleben und gestalten können, stelle den Orientierungsrahmen für zukünftiges kirchliches Handeln in der Region dar.

Ziele seien, die evangelische Kirche in der Region sichtbarer zu machen, den Einzelnen in seiner Lebenswelt besser wahrzunehmen und Räume der Kommunikation des Evangeliums zu gestalten. Zuvorderst sollen Menschen für den Glauben begeistert werden. Dabei ist der Gedanke der regionalen Kooperation ein Schlüsselelement zukünftigen kirchlichen Handelns, heißt es in der Mitteilung des Dekanats.

Wahl eines Dekans im September

In seinem Bericht an die Synode ging Hartmann auf die Kosten für den Anbau am Haus der Kirche und Diakonie ein, die etwa 1,65 Millionen Euro betragen und damit über dem Ansatz liegen. Erfreulich sei, dass nach langer Bauzeit der Anbau nun fertiggestellt wurde.

Ein Tag der offenen Tür solle im Margarethe-Pistorius-Haus, wie das Haus nach Entscheidung des Synodalvorstandes künftig genannt werden soll, erfolgen, sobald die Umstände dies zulassen. Zudem erläuterte Hartmann den Stand im Besetzungsverfahren der Dekanestelle. Auf die erste Ausschreibung sei keine Bewerbung eingegangen. Mittlerweile sei die zweite Ausschreibung auf den Weg gebracht.

»Der Weggang unserer Dekanin hat im Dekanat zwar eine Lücke hinterlassen. Wir hatten aber großes Glück, dass wir mit unserem stellvertretenden Dekan Wolfgang Keller eine erfahrene Persönlichkeit haben, der diese Lücke ohne Übergangsprobleme ausgefüllt hat«, erklärte der Vorsitzende Hartmann und dankte Keller für dessen Einsatz.

Die Tagung zur Wahl der Dekanin bzw. des Dekans ist nun für Samstag, 4. September, vorgesehen. Propst Matthias Schmidt erläuterte das Verfahren und kündigte den Zeitraum der avisierten Visitation für das Frühjahr des nächsten Jahres an.

Einen besonderen Dank richtete Hartmann an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gemeindepädagogischen Dienst, die auch unter schwierigsten Bedingungen im Herbst und in der Weihnachtszeit Freizeiten und Angebote durchgeführt hätten. Personelle Veränderungen stünden im Bereich des gemeindepädagogischen Dienstes an. Jugendreferent Christian Leibner werde aufgrund eines Tätigkeitswechsels das Dekanat Ende März verlassen. Sein Stellvertreter Georg Braun geht in den Ruhestand. Beide werden im Rahmen einer kleinen Feier am 31. März verabschiedet.

40 000 Euro für Hochwasseropfer

Schließlich ging Hartmann noch auf das Engagement des Dekanats in der Hochwasserkrise ein. Hier habe man 40 000 Euro für die Opfer zur Verfügung gestellt.

Dietmar Patt, Vorsitzender des Finanzausschusses, stellte den Haushaltsplan in seinen Eckpunkten vor. Da aufgrund des Formats alle notwendigen Abstimmungen per Briefwahl erst nach Beendigung der Tagung stattfinden konnten, liegen die Ergebnisse derzeit noch nicht vor. SCREENSHOT: GERT HOLLE

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