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Beeindruckendes Konzert

  • vonGerhard Kollmer
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Friedberg(gk). Welch wunderbares Ambiente - noch dazu bei Sonnenschein: Die - viel zu selten bespielte - Naturbühne im Burggarten war am Samstagnachmittag für eineinhalb Stunden Schauplatz eines eindrucksvollen Konzerts: Unter Gesamtleitung der Flötistin Sabine Dreier zeigten 30 Schülerinnen und Schüler des Fachbereichs Blasinstrumente der Musikschule ihr Können. Sie schlugen dabei einen musikalischen Bogen von einem Menuett Johann Sebastian Bachs und Jacques Offenbachs berühmtem Can Can, die Yewon Whang (aus der Klasse Léa Dussarat) am Fagottino zu Gehör brachte, bis hin zur Darbietung von Filmmusik aus Harry Potter, Herr der Ringe und Star Wars. Bei diesen drei Nummern begeisterten Faris Uddin und Nikolai Blum (aus der Klasse G. Zsovar) am Horn sowie die Gruppe "flauto vivo" - unterstützt von Simon Herrmann und Kilian Rüb an der Flöte.

Für ihren mitreißenden Soloauftritt mit einer "Israelischen Trilogie" erntete Greta Skalitz an der Flöte viel Applaus. Der folgende, von Malena Brück und ihrer Lehrerin Corinna Danzer am Tenorsaxofon gespielte, Klezmer "Miserlou" war eine sehr gute Ergänzung zur Israelischen Trilogie. Auch diese Weise, bei der das Saxofon alles zeigen kann, was in ihm steckt, erhielt starken Beifall.

Sabine Dreier und ihr Team an Lehrerinnen und Lehrern bewiesen mit den ausgewählten rund 20 Nummern ihr genaues Wissen um das spielerische Niveau ihrer Schützlinge, sodass es zu keinem einzigen "misslungenen" Auftritt kam (was bei einem Schülerkonzert natürlich nicht schlimm gewesen wäre).

Highlight vor der kurzen Pause war die zweisätzige Sonate Nr. 4 für zwei Fagotte von Etienne Ozi. Jakob Weis erhielt, unterstützt von seiner Lehrerin Léa Dussarat, den verdienten Applaus dafür.

Die zweite Konzerthälfte gab den großen Formationen reichlich Gelegenheit zur Demonstration ihres spielerischen Könnens: Flautissimo, Flauto vivo, Scaling five und Klarisaxtett boten Folklore, Jazz und Pop vom Feinsten. Gleich zu Beginn erklangen die zwei irischen Weisen "Air" und "The Wind that shakes the Barley", gefolgt von Julie Golds "From a distance" - gespielt von Flautissimo und Flauto vivo unter Leitung von Sabine Dreier.

Beim Pop-Klassiker "Fever" wurden die beiden Saxofonisten Jan Katschke und Anotai Purimayata von Schlagzeuger Fabian Minor, Nele Doerk am Kontrabass und dem Keyboarder Mika Mai begleitet. Eine tolle Nummer!

Mika May, der junge keyboarder, begeisterte mit seinem selbst geschriebenen Titel "kick off" das Auditorium.

Lehrer Heinz Lyko und seine Formation "KlariSaxtett" sorgten mit den Titeln "Low Rider" und "Celebration" für den gelungenen Ausklang eines kurzweiligen Konzerts, das vom Können und der Spielfreude aller Mitwirkenden zeugte.

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