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Bedeutende Funde aus der Jungsteinzeit

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Wetteraukreis (prw). Große Resonanz fand der vergangene Woche angebotene Vortrag des Kreisarchäologen Dr. Jörg Lindenthal zu den Ergebnissen der archäologischen Grabungen des Jahres 2020. Die Präsentation über eine Onlineplattform lockte viele Interessierte aus nah und fern vor den Bildschirm.

»Die archäologischen Radtouren und die Tage der offenen Grabung sind jedes Jahr Highlights für die vielen Geschichtsinteressierten der Region«, findet der Dezernent für Regionalentwicklung Matthias Walther. »Leider mussten diese Termine in der Pandemiezeit alle abgesagt werden, weswegen wir uns 2021 für ein Online-Format entschieden haben.«

Diese Entscheidung fiel in der Wetterau auf fruchtbaren Boden: 160 Anmeldungen gab es, und so füllte sich der Teilnehmerraum der Online-Plattform Zoom in Sekundenschnelle. Matthias Walther und Christian Sperling, Leiter des Fachbereichs Regionalentwicklung und Umwelt, begrüßten die Teilnehmer, erläuterten den Ablauf und die Regeln des Abends. Nach dem Vortrag von Lindenthal sollten die Fragen an den Experten über den Chat gestellt werden, was recht rege genutzt wurde.

Lindenthal führte die Teilnehmer durch die Archäologielandschaft des Wetteraukreises und zeigte Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen von der Jungsteinzeit bis ins 11. Jahrhundert. Er berichtete über die außergewöhnlichen Siedlungsstrukturen der frühen Jungsteinzeit in Nieder-Weisel und der Rössen-Kultur in Wölfersheim-Berstadt. Gerade die Berstädter Ergebnisse zeugen von einer umfangreichen Siedlung aus der mittleren Jungsteinzeit, die so in Hessen bisher einmalig ist.

Wasserbaukunst der Römer

Die römische Zeit war mit außergewöhnlicher »Wasserbaukunst« in Karben-Petterweil vertreten, die zu zahlreichen Nachfragen im Chat und im Nachgang führte. Der Qanat-Kanal aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. diente dem Abfangen und Sammeln von Hangwasser, das zur Bewässerung genutzt wurde. Ein Highlight war der Fund eines Schwertes aus dem 11. Jahrhundert, das bei der Sanierung einer Brücke über die Wetter in Gambach zutage trat.

Wegen der großen Resonanz und den zahlreichen Anmeldungen, die nicht berücksichtigt werden konnten, plant der Fachbereich den Online-Vortrag zukünftig regelmäßig und auch zum Streamen anzubieten.

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