Mehr Teilnehmer als erwartet sind zum Startschuss der Aktion in der Kernstadt erschienen.
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Mehr Teilnehmer als erwartet sind zum Startschuss der Aktion in der Kernstadt erschienen.

Ein Baustein für mehr Sauberkeit

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Mit solch einer Resonanz hatte Ortsvorsteher Norbert Simmer beim Auftakt der städtischen Aufräumaktion »Saubere Sache - wir für unsere Stadt« am Samstagmorgen auf dem Burgfeldparkplatz nicht gerechnet. Fast 60 Bürger waren gekommen, um Müll zu sammeln.

»Wir waren vor zwei Jahren gerade mal zu fünft«, erinnerte sich Michael Welz. Zum Start der Aktion waren auch Bürgermeister Dirk Antkowiak und Erste Stadträtin Marion Götz erschienen. »Das hier ist nur ein kleiner Baustein, um die Stadt sauber zu halten«, sagte Götz. Unter den Teilnehmern war auch eine Gruppe der Ahmadiyya-Gemeinde, die sich spontan entschlossen hatte mitzumachen.

Simmer verteilte Arbeitshandschuhe und Müllsäcke. Nach der Einteilung fuhren die Ahmadiyya-Mitglieder auf den Friedhof, um Müll zu sammeln. Eine andere Gruppe befreite mit Bürste und Seifenlauge Pfosten der Verkehrsschilder und Ampeln auf der Kaiserstraße von Aufklebern.

Haufenweise leere Sektflaschen

Fast drei Stunden wurde von den stadtweit erstmals mehr als 200 Teilnehmern Abfall gesammelt und in sieben Container gebracht, darunter manch unerwarteter Fund. An der Wetter in Bruchenbrücken fanden Joachim Höhne und Harald Blank unter anderem ein aufklappbares Stück Holz. »Das mussten wir liegen lassen, es war ein Versteck für Geocaching-Daten«, erzählte Höhne.

Mehrere alte Fahrräder, Helme, Kindersitze und Jägermeisterflaschen fanden die Müllsammler rund um den Bruchenbrückener Bahn-Haltepunkt. Die zwei Meter lange Auslage eines Juweliergeschäfts entdeckten die Helfer ebenfalls in Bruchenbrücken.

Im Ockstädter Wald beseitigten Teilnehmer Müll und Astbruch. Viel Arbeit hatten Wolfgang Heisig vom Angelsportverein Friedberg und seine Gruppe: »Zwischen Bahnübergang und Strassheimer Teich lagen 98 leere Sektflaschen.« Ruth Müller vom NABU Dorheim staunte über eine Tüte mit verschweißter Wurst und Grillfleisch. »Die Bierwurst war nicht mal abgelaufen.«

Zum Abschluss trafen sich alle zum Mittagessen bei der Feuerwehr Bruchenbrücken, wo Wehrführer Christoph Meyer als »Chefkoch« bei der Zubereitung von Erbsen- und Gemüsesuppe fungierte. Bürgermeister Antkowiak dankte den Bürgern für ihren Einsatz.

Am Samstag, 7. März, steigt die nächste Säuberungsaktion. Der Angelsportverein lädt alle Bürger dazu ein, die Usa von Müll zu befreien. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr vor der Anlage des Schützenvereins Fauerbach an der Usa-Promenade.

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