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Die Gebäude auf dem Gelände der Johannes-Vatter-Schule in Friedberg sollen in den kommenden Jahren aktuellen pädagogischen und baufachlichen Anforderungen angepasst werden.

Baumreihen in die grüne Mitte

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Friedberg/Kassel (pm). Das Architekturbüro wittfoht architekten bda aus Stuttgart soll ein Schul- und Internatsgebäude an der Johannes-Vatter-Schule in Friedberg bauen. Der Entwurf des Büros hat den vom Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen ausgelobten Architektenwettbewerb gewonnen. Der LWV hatte sich wegen einer komplexen Gesamtlage entschieden, einen Wettbewerb auszuschreiben:

Teams aus Schule und Frühförderung sind derzeit in vielen Gebäuden mit unterschiedlichstem Sanierungsbedarf auf einem großen Areal untergebracht. Zudem werden die Angebote erweitert.

Durch den Neubau soll die Gesamtanlage ebenfalls neu gegliedert werden. »Die Aufgabe, den Schulraum baulich neu zu strukturieren und einen modernen Schulstandort zu schaffen, hat dieser Entwurf hervorragend gelöst«, betont der LWV-Beigeordnete Dieter Schütz. »Das gilt insbesondere für Anforderungen durch die Sonderpädagogik und das Ganztagsangebot.«

Aufwertung durch Neubebauung

Das Schulareal ist von einem Zentrum geprägt, das mit der Neubebauung aufgewertet werden soll: Von außen nach innen sollen Baumreihen stehen, die den inneren Bereich als grüne Mitte der Schulanlage einrahmen. Baumreihen markieren ebenfalls die Wege, leiten zu den Haupteingängen und bilden von der grünen Mitte einen Filter zu den betriebsamen Randbereichen. Für das neue Schul- und Internatsgebäude sind offene Strukturen über jeweils zwei Geschosse vorgesehen. Klassenräume werden sich beispielsweise zu unterschiedlichen Größen teilen oder zusammenschließen lassen. Die Johannes-Vatter-Schule ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Hören, zu der eine Interdisziplinäre Frühberatungsstelle und ein überregionales Beratungs- und Förderzentrum gehören.

Die Aufgaben reichen von der Frühförderung hörbehinderter Kinder im Vorschulalter über die schulische Bildung, die Beratung und Unterstützung von Kindern mit Hörschädigungen an Regelschulen bis zur Begleitung beim Übergang in den Beruf. Die Schule bietet derzeit an drei Tagen in der Woche ein Ganztagsangebot. Ein Ausbau zur gebundenen Ganztagsschule mit Mensabetrieb an fünf Schultagen ist geplant. Derzeit werden rund 175 Schülerinnen und Schüler vom Grundschulalter bis zur Berufsschule unterrichtet. Außerdem gibt es ein Internat. Träger der Schule ist der LWV Hessen.

Auf dem Schulgelände gibt es zurzeit 15 verschiedene Gebäude, von denen die ersten in den 1960er Jahren entstanden. Nach und nach wurden sie in den folgenden zwei Jahrzehnten durch weitere Bauten ergänzt. Einige werden nicht mehr genutzt, weil sie sanierungsbedürftig sind. Ein anderes soll für den Schulneubau abgerissen werden, ein weiteres wurde bereits für einen Neubau von Vitos Teilhabe abgerissen. Für die nun geplante Modernisierung und Ausweitung der Ganztagsbeschulung ist ein umfangreiches Sanierungs- und Neubauprogramm aufgelegt und beschlossen worden, um die Gebäude sowohl aktuelleren pädagogischen als auch baufachlichen Anforderungen entsprechend anzupassen.

Es sollen unter Berücksichtigung von langfristig zu erhaltenden Gebäuden der Neubau für die Grundstufe und Vorklassen, Schulleitungs- und Verwaltungsräume und ein Internat entstehen. Eine neue Sporthalle ist perspektivisch geplant. Nach aktuellem Planungsstand soll 2023 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Schätzungen gehen von Kosten in Höhe von rund 10 Millionen Euro aus.

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