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Im Wetteraukreis gelten - Stand Donnerstag - 683 Menschen als aktuell nachweislich mit Corona infiziert. GRAFIK: PRW

Banger Blick des Amtsarztes

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Wetteraukreis (prw). Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Corona-Infektionen im Wetteraukreis ist von Mittwoch auf Donnerstag um 61 auf 14 390 gestiegen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Wetteraukreises hervor. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, konnte aufgrund einer technischen Störung beim Robert-Koch-Institut noch nicht gemeldet werden.

Die Neuinfektionen entfallen auf Altenstadt (3), Bad Nauheim (16), Bad Vilbel (7), Büdingen (5), Butzbach (5), Florstadt (1), Friedberg (5), Glauburg (1), Karben (2), Limeshain (4), Münzenberg (1), Nidda (2), Niddatal (1), Ortenberg (7), Reichelsheim (1) und Wölfersheim (1). Ein Infektionsfall konnte nachträglich einer Kommune zugeordnet werden. Todesfälle im Zusammenhang mit Corona wurden nach Angaben des Kreises nicht gemeldet.

Seit Mittwoch gibt es 21 weitere bestätigte Infektionsfälle in Wetterauer Schulen: sieben davon in Grundschulen, zehn in weiterführenden Schulen und vier Fälle in Berufsschulen. In der Folge werden die infizierten Schüler und deren Sitznachbarn sowie enge nachvollziehbare Kontakte in Quarantäne geschickt. Für geimpfte Familienangehörige der Infizierten ändert sich nichts. Ungeimpfte Familienangehörige gehen ebenfalls für zwei Wochen in Quarantäne. Eltern von in Quarantäne geschickten Kontaktpersonen (Sitznachbarn) haben keine Einschränkungen.

25 Menschen und damit genauso viele wie tags zuvor, sind am Donnerstag in stationärer Behandlung gewesen. Auch die Zahl der Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden, ist gleich geblieben - sie lag bei vier. Mit der Zunahme der Infektionen erwartet Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs »eine Verknappung der Krankenhauskapazitäten«. Die Vorgabe, dass für jedes Covid-Bett ein bestimmter Personalschlüssel vorgehalten werden müsse, verknappe die Ressourcen. »Nicht die fehlenden Betten an sich, sondern das fehlende Pflegepersonal werden der limitierende Faktor sein. Mit der jetzigen Entwicklung werden wir in den Kliniken perspektivisch an die Grenzen der Leistungsfähigkeit kommen.«

Das Impfzentrum in Büdingen bleibt noch bis zum 26. September geöffnet. Bis dahin kann man sich dort täglich von Montag bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 19 Uhr ohne Anmeldung impfen lassen. Verfügbar sind der Impfstoff von Johnson&Johnson (nur eine Impfung für den vollen Impfschutz nötig) sowie der Impfstoff von Biontech. Es wird darum gebeten, Ausweis, Krankenversicherungskarte und Impfpass mitzubringen.

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