Mit Bakterium gegen Eichenprozessionsspinner

  • Bernd Klühs
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Wetteraukreis (bk/pm). Oft treten Schädlinge nur ein Jahr lang gehäuft auf. Der Eichenprozessionsspinner hat mehr Durchhaltevermögen, ist seit Jahren in Parks, auf Spielplätzen oder an Straßenrändern zu beobachten. Hessen Mobil kündigt deshalb eine Bekämpfungsaktion an den Straßen im Kreisgebiet an.

»Der Eichenprozessionsspinner hat sich in den letzten Jahren deutschlandweit stark vermehrt. Die Brennhaare dieser Schmetterlingsart verursachen bei Mensch und Tier eine juckende Hautreaktion. In Einzelfällen kann dies zu schweren allergischen Reaktionen und erheblichen gesundheitlichen Gefahren führen«, erklärt Hessen-Mobil-Pressesprecherin Daniela Czirjak. Darüber hinaus verursache der Prozessionsspinner starke Schäden am Baumbestand. Eine Bekämpfung sei daher zwingend erforderlich.

Zu Frühjahrsbeginn bestehe die Möglichkeit, die Verbreitung der Raupen einzudämmen, bevor sich die gefährlichen Brennhaare ausbildeten. Hessen Mobil setzt auf biologische Produkte wie ein Bakterium. Damit werde ausschließlich der Eichenprozessionsspinner bekämpft, Auswirkungen auf andere Lebewesen seien nicht zu erwarten.

Auch der Eichenbestand an verschiedenen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Wetteraukreis ist von dem Schädling befallen. Hessen Mobil wird in den Gemarkungen Altenstadt, Bad Nauheim, Bad Vilbel, Büdingen, Butzbach, Florstadt, Friedberg, Karben, Kefenrod, Münzenberg, Nidda, Niddatal, Ober-Mörlen, Ortenberg, Rockenberg und Rosbach gegen den Eichenprozessionsspinner vorgehen. Während der Bekämpfungsaktion kann es auf den Straßen zu Behinderungen kommen, Fahrzeuge werden am jeweiligen Arbeitsbereich vorbeigeleitet.

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