Autos und Geld beschlagnahmt

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Wetteraukreis(pm/dpa). Im Kampf gegen die internationale Clan-Kriminalität haben hessische Ermittler die Wohn- und Geschäftsräume von drei mutmaßlichen Bandenmitgliedern durchsucht. Dabei stellten sie Bargeld und Luxusautos im Wert von rund 350 000 Euro sicher.

Festnahmen gab es nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main vom Donnerstag nicht. Die Durchsuchungen fanden in Bad Vilbel, dem Landkreis Offenbach, dem Wetteraukreis und dem Landkreis Aschaffenburg statt.

Im Blick der Fahnder standen drei 20, 24 und 42 Jahre alte Männer. Sie sollen als Teil eines weitverzweigten Familiengeflechts jahrelang beim Handel mit teuren Autos Steuern hinterzogen haben. Die Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge gegen insgesamt 31 Mitglieder "mehrerer miteinander verbundener Familienverbände".

Den Gesamtschaden schätzen die Ermittler auf mehr als 2,6 Millionen Euro. Seit mehr als zwei Jahren seien sie den Verdächtigen auf der Spur. Gegen zwölf von ihnen wurden bereits Anklagen erhoben.

Die Beschuldigten, ein 24-jähriger deutscher Staatsangehöriger aus Bad Vilbel sowie ein 42-Jähriger aus dem Landkreis Offenbach und ein 20-Jähriger aus dem Wetteraukreis, - beide rumänischer Staatsangehörigkeit - stehen im Verdacht, jeweils unabhängig voneinander Handel mit teils hochwertigen Fahrzeugen betrieben und hierbei die fällige Umsatzsteuer nicht abgeführt zu haben.

Lieferungen vorgetäuscht

Der 24-jährige Beschuldigte soll hierbei mithilfe eines rumänischen Unternehmens Lieferungen von Fahrzeugen nach Rumänien als umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen vorgetäuscht, die Fahrzeuge jedoch tatsächlich nicht ins Ausland gebracht, sondern im Inland weiterverkauft haben. Dem Fiskus soll hierdurch ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 63 000 Euro entstanden sein.

Dem 42-jährigen Beschuldigten wird vorgeworfen, seit dem Jahr 2015, teils unter Nutzung von Alias-Personalien und Scheinhaltern, einen Handel mit gebrauchten, zum Teil hochwertigen Autos betrieben und hierbei die jeweils beim Verkauf fällige Umsatzsteuer in Höhe von etwa 235 000 Euro nicht abgeführt haben.

Sein 20-jähriger Sohn steht ebenfalls im Verdacht, seit dem Jahr 2018, teils unter Nutzung von Alias-Personalien und Scheinhaltern einen Handel mit gebrauchten, zum Teil hochwertigen Autos betrieben und Umsatzsteuer in Höhe von gut 51 500 Euro nicht abgeführt zu haben.

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