Die Besucher von der Friedberger CDU mit (v. l.) Gerhard Bohl, Joachim Kunze, Merle Ljungh, Hendrik Hollender, Dirk Antkowiak, Norbert Simmer und Claudia Eisenhardt sowie die Gastgeber Norbert und Philipp Müller (v. r.) vom Reiterhof Müller, der Heimat des Dorheimer Reitclubs von 1996 e.V.. FOTO: PM
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Die Besucher von der Friedberger CDU mit (v. l.) Gerhard Bohl, Joachim Kunze, Merle Ljungh, Hendrik Hollender, Dirk Antkowiak, Norbert Simmer und Claudia Eisenhardt sowie die Gastgeber Norbert und Philipp Müller (v. r.) vom Reiterhof Müller, der Heimat des Dorheimer Reitclubs von 1996 e.V.. FOTO: PM

Ausnahmesituation für Pferd und Reiter

  • vonred Redaktion
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Friedberg-Dorheim(pm). Der Dorheimer Reitclub 1996, Mitglied im Kreisreiterbund Wetterau, ist einer von rund 4000 Reitvereinen in Deutschland. Sie bilden das starke Fundament des organisierten Pferdesports. Die Situation in den Pferdesportvereinen erforderte in den vergangenen Monaten aufgrund der Einschränkungen durch das Coronavirus ein besonderes Vereinsmanagement. Die besondere Planung wird den Pferdesport voraussichtlich auch noch einige Zeit begleiten. Grund genug für Bürgermeister Dirk Antkowiak, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Gerhard Bohl, Claudia Eisenhardt, Norbert Simmer, Joachim Kunze und Merle Ljungh von der Friedberger CDU, sich bei dem Dorheimer Reitclub mit seinen 40 Mitgliedern über die aktuelle Situation zu informieren.

Zeit im Stall begrenzen

Beheimatet ist der Reitclub auf dem Pferdehof von Philipp Müller auf der Beienheimer Höhe, der den Betrieb vor einem Jahr von seinem Vater Norbert übernommen hat. Norbert Müller war am 8. Mai 1996 Mitbegründer des Reitclubs und wurde gleich auch zum Vorsitzenden gewählt. In der Jahreshauptversammlung im August gab er, inzwischen 71 Jahre alt, den Vorsitz an Angelika Seiboldt aus Rosbach ab. Für seine Verdienste um den Dorheimer Reitclub bekam Norbert Müller 2019 den Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.

Auf dem Reiterhof stehen 20 private Pferde. Von den Vereinsmitgliedern sind lediglich zwei Turnierreiter, die anderen reiten nur zu ihrem Vergnügen. Die Verantwortlichen im Verein haben bisher sehr gewissenhaft und mit viel Einsatz gearbeitet und den Einstieg in Unterricht und Training gemeistert.

"Auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung e. V. (FN) appelliert an das Gewissen der Pferdebesitzer, die Anwesenheit im Stall auf ein angemessenes Maß zu begrenzen. Es herrscht derzeit eine Ausnahmesituation, die von allen Beteiligten einen Verzicht auf den gewohnten Lebensalltag bedeutet", erklärte Philipp Müller den Besuchern von der Friedberger CDU. So fiel auch die traditionelle Reiterrallye in diesem Jahr Corona zum Opfer. "Feen, Elfen, Einhörner", unter diesem Motto hatte die Reiterrallye des Reitclubs Dorheim im Jahr 2019 gestanden. 32 Reitbegeisterte folgten damals diesem Aufruf und kamen in fantasievollen Verkleidungen von Pferd und Reiter auf den Pferdehof Müller.

Der Pferdesport - ob als Freizeitaktivität oder als Turniersport - ist Hauptgrund dafür, dass in Deutschland schätzungsweise 1,3 Millionen Pferde leben. Von der Begeisterung der Reiter für ihre Pferde profitieren, auch in Dorheim, ganze Berufszweige und Branchen - von Stallbetreiber Philipp Müller, der Gerste, Hafer und Heu als Futter selbst erzeugt, über Ausrüster, Sattler bis zu Tierärzten und Schmieden.

Hoffen auf den Regen

Die Besucher von der Friedberger CDU sahen bei ihrem Rundgang über den Reiterhof, dass sich die anwesenden Reiterinnen und Reiter an die klaren Abstands- und Hygieneregeln auf der Anlage hielten und trotzdem viel Freude mit ihren Pferden hatten. So waren sich Vater und Sohn Müller zum Abschluss einig: "Auch wenn der Sportbetrieb wieder erlaubt ist, kann leider noch kein Normalbetrieb herrschen, denn die Eindämmung des Coronavirus hat noch immer oberste Priorität. Die Kontaktbeschränkungen sowie Abstands- und Hygieneregeln gelten weiter." Eine weitere Sorge plagt Reiterhofbesitzer Müller: "Unsere Wiesen und Weiden brauchen weiter Regen, sonst wird es eng für die Versorgung der Pferde mit Gras und Heu!"

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