Ausbau des Wegenetzes

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Wetteraukreis (prw). Menschen für das Thema »Nachhaltige Mobilität« zu sensibilisieren, das ist ein Ziel, das Kreisbeigeordneter Matthias Walther in der kommunalen Verkehrspolitik verfolgt. Für Dienstag, 7. September, lädt er zur dritten Wetterauer Fahrradkonferenz ins Bürgerhaus nach Nidda ein. Dabei sollen aktuelle Entwicklungen des lokalen und regionalen Radverkehrs, der Ausbau der Radinfrastruktur, die Netzneubeschilderung und auch das Thema Radschnellweg FRM 6 im Fokus stehen.

Großes Potenzial für Nahverkehr

»Das Fahrrad gilt als eine der wenigen Erfindungen des Industriezeitalters, das mit der weltweiten Verbreitung kaum negative Folgen für die Umwelt hat«, schreibt Walther in einer Pressemitteilung.

Moderne Fahrräder seien, erst recht wenn sie mit einem Elektromotor ausgestattet sind, vor allem auf innerstädtischen Kurzstrecken, dem Auto überlegen. »Im Nahverkehr hat das Fahrrad ein großes Potenzial. Mehr als die Hälfte der Autofahrten enden nach weniger als fünf Kilometern. Im Umkehrschluss heißt das, dass nahezu die Hälfte aller Fahrten mit dem Fahrrad erledigt werden könnten. Auf kurzen Strecken ist das Fahrrad dem Auto überlegen.« Das Mobilitätsverhalten der Menschen ändere sich auch unter dem Einfluss von Corona und der Erkenntnis von immer mehr Menschen, dass der Klimawandel auch in Sachen Individualverkehr ein Umdenken erforderlich mache. »Was wir im Wetteraukreis brauchen, ist eine Gesamtstrategie zur Radregion Wetterau. Dazu soll die dritte Fahrradkonferenz in Nidda einen Beitrag leisten«, kündigt Walther an.

Die Verkehrskonferenz beginnt um 9 Uhr mit der Begrüßung und einem Sachstandsbericht, den Verkehrsdezernent Walther geben wird. Nach einem Grußwort von Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum skizziert Peter Hünner, Sachbearbeiter für diesen Bereich in der Kreisverwaltung, die Entwicklung des Radverkehrs im Wetteraukreis.

Über Radwegeplanungen des Bundes und des Landes im Wetteraukreis berichtet Egon Weß von Hessen Mobil. Die Radwegebeschilderung im Wetteraukreis galt viele Jahre als vorbildlich in ganz Hessen. Nach 30 Jahren ist sie aber sanierungsbedürftig. Über die Netzneubeschilderung im Wetteraukreis berichten Paul Fremer und Joscha Fuhrmann vom Büro RV-K.

Radschnellwege für Berufspendler

Radschnellwege sind eine Möglichkeit, die Region für Fahrradpendlerinnen und Fahrradpendler attraktiver zu machen. Darüber spricht Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes Frankfurt Rhein-Main.

Zu einem wissenschaftlichen Exkurs lädt Professorin Martina Lohmeier von der Hochschule RheinMain. Sie spricht über Mobilitätsmanagement und Radverkehr.

Christian Sperling, Leiter des Fachbereichs Regionalentwicklung und Umwelt der Kreisverwaltung, wird die anschließende Diskussion moderieren und einen Ausblick geben.- In den Pausen zwischen den Vorträgen gibt es genügend Gelegenheit, sich auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen oder zu vertiefen.

Anmeldungen für die Konferenz sind noch per E-Mail möglich an kreisentwicklung @wetteraukreis.de

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