Wer im Internet auf Schnäppchenjagd geht, sollte überprüfen, dass es sich bei dem Anbieter nicht um einen Fake Shop handelt. SYMBOLFOTO: DPA
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Wer im Internet auf Schnäppchenjagd geht, sollte überprüfen, dass es sich bei dem Anbieter nicht um einen Fake Shop handelt. SYMBOLFOTO: DPA

Augen auf beim Online-Kauf

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(pob). Aus aktuellem Anlass warnt das Betrugskommissariat der Wetterauer Polizei vor sogenannten Fake Shops im Internet. Dabei geht es um betrügerische Internethändler.

Die Polizei berichtet von folgendem Fall, der sich kürzlich ereignet hat: Ein Ehepaar recherchierte im Internet nach einem Whirlpool und stieß schnell auf der Homepage eines vermeintlichen Baumarktes auf ein verlockendes Angebot. Dort wurde ihr Wunschprodukt für 306,07 Euro angeboten. Voller Vorfreude gaben die beiden die Bestellung auf, überwiesen den fälligen Betrag an eine mit "IE" beginnende Bankverbindung und warteten auf die Lieferung. Doch die kam nicht. Die Website ist nicht mehr aufrufbar.

Wichtig: Wie beginnt die IBAN?

Unter dem Begriff Fake Shop versteht man Websites, die von Straftätern in betrügerischer Absicht erstellt werden, um arglose Bürger durch vermeintlich günstige Waren dazu zu bringen, etwas zu bestellen. Die Lieferung des angeblichen Schnäppchens bleibt nach der Zahlung, zumeist per Vorkasse, dann regelmäßig aus. Laut Polizei wurde bisher oft beobachtet, dass Produkte, die in der jeweiligen Saison sehr gefragt sind, als Lockmittel genutzt werden.

"Im Frühjahr versuchten es die Betrüger beispielsweise mit auffallend preiswerten Sommerreifen; seit einiger Zeit wurden diese von Baumarktartikeln in mannigfaltiger Ausgestaltung abgelöst", schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Wohin der Trend im Herbst und im Winter gehe, bleibe abzuwarten.

Die Polizei rät zu Achtsamkeit. So sei ein scheinbar guter Deal oft tatsächlich zu schön, um wahr zu sein. Zu beachten sei insbesondere Folgendes: Ist ein Angebot auffällig attraktiv, so sollte man zumindest in Betracht ziehen, dass etwas nicht stimmen könnte - und im Internet nach Erfahrungsberichten anderer Kunden suchen. Welche Zahlungsarten werden zur Kaufabwicklung angeboten? Gibt es nur die Möglichkeit der Bezahlung per Vorkasse, gegebenenfalls an eine Bankverbindung ins Ausland? Besitzt die Homepage ein vollständiges Impressum? Die dort angegebene Firmenanschrift sollte mit der Länderkennung der IBAN abgeglichen werden. Lässt der Name des Shops auf einen deutschen Firmensitz schließen? Kann anhand der aufgeführten IBAN nachvollzogen werden, in welches Land die Zahlung erfolgen soll? Deutsche Bankverbindungen beginnen mit "DE". Nach Angaben der Polizei gingen Zahlungen an Fake Shops besonders oft nach Irland (IBAN beginnt mit IE) und Spanien (ES).

Die Betrüger gaben laut Polizei vor, der Shop würde sich in Deutschland befinden. "Im Umkehrschluss bedeutet das Vorliegen einer deutschen Bankverbindung jedoch nicht zwangsläufig, dass man sich zu hundert Prozent sicherfühlen kann. Es bestehen auch Möglichkeiten, Zahlungen ins Ausland weiterzuleiten. Um böse Überraschungen soweit als möglich ausschließen zu können, ist zusammenfassend festzuhalten, dass man sich stets gründlich und umfassend informieren sollte, bevor eine Bestellung getätigt wird."

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