Atemlos auf dem Herbstmarkt

Friedberg (har). »Die Party ist geil«, meinte eine Besucherin im Vorbeigehen oder besser gesagt: Im Vorbeischieben. Am Freitag kurz vor Mitternacht ging vor der Bühne im Festzelt nicht mehr viel, am Samstagabend war es noch voller.

Die Besucher standen auf den Tischen, in den Gängen, vor der Bar. Und alle feierten, sangen »Atemlos« und »Auf uns«, während auf der Bühne Frontmann Ossi und seine Mitstreiter von Ohlala am Freitag den Gaucho-Song vorführten und Musikuss am Samstag mit dem Helene-Fischer-Hit das Zelt zum Beben brachten. »Döas is guat so«, freute sich Festwirt Franz Widmann.

Noch um Mitternacht drehte sich das Riesenrad »Liberty Wheel«. In der Achterbahn mit drehenden Gondeln und im neuen »Black Out« schrien sich die jungen Besucher den Hals heißer. Vorm Taumler wurde bei heißer Musik gefeiert, der »Herbstmarkt-Beach« des Cockpit war voll, dichtes Gedränge vor den Verkaufsständen. Und das alles ohne die vorhergesagten »Gewitter mit Starkregen und Hagel«. Erst am Sonntagmorgen regnete es.

Die Besucher strömten trotzdem – entweder unter den überdachten Biergarten oder sie spazierten am Sonntag mit Schirm über die Seewiese. Die funkelte, glitzerte und leuchtete in den Abendstunden bunt. Das 28 Meter hohe »Liberty Wheel« drehte seine Runden durch den Nachthimmel, in der Achterbahn und im neuen Flugkarussell »Black Out« schrien sich die jungen Besucher den Hals heißer. Vorm Taumler dröhnte Musik, der »Herbstmarkt-Beach« war voll, dichtes Gedränge vor den Verkaufsständen. Und das alles ohne die vorhergesagten »Gewitter mit Starkregen und Hagel«.   Ein Fahrrad für zwei Euro   Nach der Wetter-Zwangspause vom Vorjahr gab es wieder einen Flohmarkt. Die ersten Beschicker standen vor sechs Uhr an der Zufahrt zur Seewiese, darunter auch Lena Rauch mit ihrem dreijährigen Sohn Philipp und Hund Shelly. »Es läuft prima, vor allem Bücher, CDs und Kinderkleidung gehen gut weg«, verriet die Friedbergerin. Gerade hatte sie das Kinderbett ihres Sohnes für 15 Euro an den Mann gebracht. Hunderte schoben sich vorbei an den über 250 Ständen.

Auch mittags im Zelt wurden Schnäppchen feilgeboten. Bei der Fundsachenversteigerung des Ordnungsamts verscherbelte Frank Halbritter 25 Fahrräder und 30 weitere Gegenstände von der Armbanduhr über ein Smartphone bis zur Nikon-Kamera. Das erste Rad wurde für 42 Euro versteigert, beim nächsten lag der Zuschlag bei zwei Euro. »Ihr müsst schneller bieten«, meinte Halbritter trocken.

»Der Markt hat sich richtig gemausert«, meinte Besucher Rolf Beck. Solche Aussagen hörte man immer wieder. Den Besuchern gefiel der neu geordnete Festplatz mit  größerem Angebot. Auf dem Krammarkt gesellten sich zum kleinen »Bähnche« in diesem Jahr auch das Trampolinspringen und ein kleines Losgeschäft. Auch im »Krammarkt-Fressbereich« gab es Premieren: Der Wetterauer Lamm- und Landgenuss bot Lammbratwurst, Handkäs-Obatzta, Flammkuchen und Apfelwein aus dem »Gerippte« an, daneben wurden lange Fleischspieße gegrillt. Wer auf dem Festplatz und im Zelt nichts zu essen fand, war selbst dran schuld. Eine kleine Auswahl: Pizza, Döner, Champignonpfanne, Backfisch, Nierenspieß, Hotdogs, Chinanudeln, Gulaschsuppe und Zuckerwatte. Die Schausteller waren zufrieden. Zumindest vor dem ersten längeren Regen am Samstagabend.   Kein Wanderwetter   Während die Tiershow am Sonntagmorgen viele Besucher anzog (siehe Bericht auf Seite 9), litt das Volkswandern des SV Blau-Gelb unter dem vielen Nass. Nur 43 Wanderer konnten die Blau-Gelb-Vorsitzende Elke Jochum und Ehrenvorsitzender Horst Wiesner begrüßen. Die jüngste Teilnehmerin war die drei Jahre alte Hedda Berger, Senioren waren mit 79 und 81 Jahren Maria und Norbert Reichel. Es ging in Richtung Winterstein, auf 7 und 12 Kilometer langen Strecken. Nach der Rückkehr auf dem Festgelände gab es die obligatorische Medaille und einen Gutschein für die Erbsensuppe, die das DRK Karben um Chefkoch Manfred Krieg zubereitet hatte. Auch hier war die Nachfrage überschaubar. »Gegen das Wetter kannst du nichts machen, aber wir machen nächste Jahr weiter«, versprach Elke Jochum.

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