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Noch gibt es den Rasenplatz in Fauerbach, doch bald soll er durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden. Die Planungen sind ziemlich umfangreich gewesen.

Anpfiff für den Kunstrasenplatz

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Friedberg (pm). Viele Hürden galt es zu nehmen, doch nun ist die Stadtverwaltung große Schritte weitergekommen, um den Bau des Kunstrasenplatzes in Friedberg-Fauerbach zu realisieren: »Vor wenigen Wochen ging die Baugenehmigung des Wetteraukreises bei uns ein, und in Kürze kann das Projekt nun ausgeschrieben werden«, freut sich Bürgermeister Dirk Antkowiak.

Vorangegangen war in den vergangenen Monaten und Jahren eine intensive Vorbereitungs- und Planungsphase, an der insbesondere der Leiter der städtischen Grünplanungsabteilung, Michael Leicht, und Sebastian Dein, der als stellvertretender Leiter des Amtes für soziale und kulturelle Dienste und Einrichtungen unter anderem für die Sportstätten und Friedberger Sportvereine zuständig ist, beteiligt waren. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des FC Olympia 09 Fauerbach und dem von der Stadt beauftragten Planungsbüro Gutschker & Dongus galt es, vielfältige Themen zu bearbeiten, die von Lärmschutzgutachten, Kampfmitteluntersuchungen, der Planung der Drainage- und Erdarbeiten nach einem entsprechenden Bodengutachten, über die Planung einer neuen LED-Flutlichtanlage, die Wahl eines geeigneten Oberbelages bis hin zur Planung des gesamten Umfeldes wie Zugangswege, Bepflanzung, Barrieren und Fangzäunen auf dem Sportgelände reichten. »Zudem galt es für die Verantwortlichen der Stadtverwaltung, die Fördermöglichkeiten mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport und der Hessenkasse zu beantragen und im Detail zu koordinieren, um die Gesamtfinanzierung des Projektes sicherzustellen«, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Gebaut werden soll anstelle des insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten in den vergangenen Jahrzehnten sehr anfälligen Rasenplatzes »Am Elachfeld«. Dabei soll ein moderner Kunstrasenplatz mit entsprechendem Unterbau, einer Elastiktragschicht und reiner Sandverfüllung entstehen, der eine ganzjährige Nutzung erlaubt.

Quarzsand statt Kunststoffgranulat

»Dies ist der aktuell gängige Belag, den auch zahlreiche Großstädte bei ihren Plätzen verbauen, nachdem im Kunstrasenbereich zwischenzeitlich eine intensive Diskussion um Mikroplastik entstanden ist, so dass das früher übliche Einfüllgranulat aus Kunststoff nicht zum Einsatz kommt, sondern mit einer rundkörnigen Quarzsandfüllung gearbeitet wird«, erläutert Sebastian Dein. Gemeinsam mit einigen Verantwortlichen des FC Olympia Fauerbach hatten die städtischen Vertreter um Bürgermeister Dirk Antkowiak im Mai 2020 einen solchen neu gebauten Platz im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach besichtigt und sich von dessen Vorzügen überzeugt.

»Auch beim Flutlicht setzen wir mit der ersten LED-Flutlichtanlage auf einem Friedberger Sportplatz einen neuen Maßstab«, erläutert Michael Leicht, der das gesamte Bauprojekt federführend betreut. Eine solche Anlage soll mittelfristig auch den großen Sportplatz in Ockstadt ausleuchten und auch dort künftig zu Energieeinsparungen während der Trainingseinheiten und Spiele beitragen.

Zum Zeitplan in Fauerbach teilt Antkowiak mit: »Ab wann der erste Bagger anstelle eines Fußballes auf dem alten Rasen rollt, steht aktuell noch nicht fest, denn die ungefähre Bauzeit ist nun natürlich erst einmal abhängig vom Ausschreibungsergebnis, der Verfügbarkeit der den Zuschlag erhaltenen Firmen und letztendlich auch des Wetters im Laufe dieses Jahres.«

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