Ist nicht zulässig: die "Smile-by-eGo-Maske". FOTO: PV
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Ist nicht zulässig: die "Smile-by-eGo-Maske". FOTO: PV

Angenehm zu tragen, aber nicht erlaubt

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Wetteraukreis(bk). Aus Sicht von Elfriede Röhr (Name geändert) aus Florstadt-Stammheim ist die "Smile-by-eGo"-Maske in Corona-Zeiten eine ideale Alternative zum herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz. Smile-by-eGo ist zwar aus Plastik gefertigt, es handelt sich aber nicht um ein Visier, das seit Anfang November als Infektionsschutz verboten ist. Vielmehr liegt diese Maske an der Haut an, ist nur nach unten hin offen. "Das Tragen ist sehr angenehm. Das Gesicht ist zu erkennen, die Brille läuft nicht an", erklärt die Rentnerin. Umso enttäuschter war die Dame, als sie jüngst bei Einkäufen vom Personal die "rote Karte" gezeigt bekam: Mit der Plastikmaske dürfe sie das Geschäft nicht mehr betreten.

Zunächst war Elfriede Röhr im Edeka-Markt in Nieder-Florstadt angesprochen worden. Ab nächste Woche, so die freundlich übermittelte Botschaft, sei dieser Mund-und-Nasen-Schutz in dem Laden nicht mehr erlaubt. Auch bei Expert-Klein in Friedberg hatte die Stammheimerin kein Glück. An der Kasse wurde sie von der Angestellten belehrt. Das nächste Mal sei ein Zutritt mit "Smile-by-eGo" nicht mehr möglich. Elfriede Röhr versteht das Verbot nicht so ganz. "Das ist ja was anderes als ein Visier, die Maske ist besser geschlossen." Außerdem hatte die Rentnerin, die aufgrund ihres Alters und bestimmter Erkrankungen zur Risikogruppe gehört, im Internet gelesen, dass die Plastikmaske vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erlaubt sei. Dieser Hinweis habe die Mitarbeiter der beiden Märkte allerdings nicht interessiert. Elfriede Röhr: "Da ich keine Verweigerin bezüglich des Tragens der Maske bin, habe ich mich dem Diktat gebeugt."

In der WZ hatte die Stammheimerin ein Foto gesehen, das eine Lehrerin und ihre Schüler zeigt, die "Smile-by-eGo" statt Visier tragen. Dabei handelte es sich allerdings um ein Bild, das in einer Klasse der Friedberger Johannes-Vatter-Schule entstanden war. Dort werden Kinder mit Hörschäden unterrichtet, für die eine Sonderreglung gilt: Sie dürfen Visiere oder "Smile-by-eGo"-Masken tragen.

Plastik nicht erlaubt

Ansonsten ist der Mund-Nasen-Schutz aus Plastik nicht erlaubt, wie das hessische Sozialministerium betont. "Visiere aus Plastik, egal in welcher Form, sind keine Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung. Die Maßgabe ist eine vollständige, an der Gesichtshaut anliegende Bedeckung von Mund und Nase", erklärt ein Mitarbeiter der Pressestelle.

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