Flankiert von den beiden stellvertretenden Parteivorsitzenden Evelyn Weiß und Michael Kesselring-Ruppel (l.) sind der neue Vorsitzende Andreas Scheunert (2. v. l.) und der bisherige Parteichef und neue Kassierer Jürgen Volz.. FOTO: PM
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Flankiert von den beiden stellvertretenden Parteivorsitzenden Evelyn Weiß und Michael Kesselring-Ruppel (l.) sind der neue Vorsitzende Andreas Scheunert (2. v. l.) und der bisherige Parteichef und neue Kassierer Jürgen Volz.. FOTO: PM

Andreas Scheunert übernimmt das Ruder

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Der bisherige Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Friedberg, Jürgen Volz, hat sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung gestellt, bleibt aber als neuer Kassierer dem geschäftsführenden Vorstand erhalten. Zum neuen örtlichen Parteivorsitzenden wählten die bei der Jahreshauptversammlung anwesenden Parteimitglieder einstimmig Andreas Scheunert. Der 40-Jährige ist unter anderem als Schulelternbeiratsvorsitzender der Gemeinsamen Musterschule sozialpolitisch engagiert. In der SPD hatte er bisher das Amt des Kassierers innegehabt, sodass die beiden Positionen Vorsitzender und Kassierer gewechselt werden. Frei gewordene Beisitzerstellen werden von Alexander Hausner und Bernhard Bicking neu besetzt.

Vor den Wahlen hatte Volz den Rechenschaftsbericht für 2019/20 abgelegt. Das Jahr 2020 begann mit dem Neujahrsempfang mit Gastredner Kaweh Mansoori, stellvertretender Landesvorsitzender. Dieser forderte schon vor Ausbruch der Corona-Krise die Landesregierung dazu auf, die Kommunen ausreichend mit Geld auszustatten, sodass zum Beispiel in den Kitas mehr Personal eingestellt und die Betreuungsqualität gesteigert werden könne. Auch müsse den Kommunen viel mehr Geld zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums an die Hand gegeben werden. "Forderungen, die heute angesichts der zweiten Welle der Pandemie mehr denn je für die künftigen Gestaltungschancen der Kommunen von außerordentlicher Wichtigkeit sind", wie es in einer Pressemitteilung der SPD Friedberg heißt.

Die Corona-Krise führte auch in der Kommunalpolitik zu einem wochenlangen Stopp öffentlicher Aktivitäten. Die Friedberger SPD mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Dr. Klaus-Dieter Rack mahnte Ende April eine Wiederaufnahme der Gremientätigkeit an. Bereits zu Jahresbeginn geplante parteipolitische Vorhaben, wie beispielsweise Info-Veranstaltungen auf dem Elvis-Presley-Platz mussten jedoch coronabedingt unterbleiben. Um auch während der Pandemie politische Präsenz zu zeigen, besuchten Vorstandsmitglieder Friedberger Einzelhändler, um mit ihnen über deren geschäftlichen Weg durch die von Corona ausgelöste Wirtschaftskrise zu sprechen.

Unterstützung für Einzelhandel

Begleitend wurde eine Einkaufsaktion zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels öffentlich gestartet. Wer eine Anzahl von Kaufbelegen vorlegen konnte, konnte an einer Verlosung von Tickets für Veranstaltungen der Volksbühne teilnehmen. Seit Juli fanden wieder Vorstandssitzungen unter Hygiene- und Abstandsregeln statt.

Der Schwerpunkt der Vorstandsarbeit liegt aktuell bei den Vorbereitungen zur Kommunalwahl am 14. März 2021. Aufgrund der aktuell wieder dramatisch ansteigenden Infektionszahlen hat der Vorstand in der letzten Sitzung beschlossen, das diesjährige Martinsgansessen und den Neujahrsempfang ausfallen zu lassen.

Die Mitglieder dankten dem scheidenden Vorsitzenden für seine stets engagierte politische Tätigkeit und begrüßten sehr sein weiteres Mitwirken nun in einer anderen Parteifunktion.

Erste Stadträtin Marion Götz, die auch die Jahreshauptversammlung leitete, und Fraktionsvorsitzender Rack berichteten über ihre administrativen und kommunalpolitischen Aktivitäten - so Götz unter anderem über die Aufstellung des Etatentwurfs 2021 im Zeichen von coronabedingten Steuereinbußen und auch zum Kita-Betrieb in Corona-Zeiten. Rack sprach beispielsweise über den Weg gemeinsam mit Grünen und Linken zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum am Steinern Kreuzweg durch den Friedberger Bauverein "Eigner Herd ist Goldes wert". Auch das "Ziehen der Reißleine gegenüber einem zuletzt immer weniger glaubhaft und vertrauensvoll agierenden Eigentümer des Ex-Kaufhauses Joh" sei Thema gewesen, schreibt die SPD. Die Partei werde Überlegungen zu einer Neunutzung dieser Liegenschaft im Zentrum der Stadt anstellen und einbringen, "damit von dort aus eine Neustimulanz des Geschäftslebens an der Kaiserstraße ausgehen kann", heißt es weiter in der Pressemitteilung. Abschließend wurden Delegierte für die Parteitage und Wahlkonferenzen gewählt.

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