Bald ist es wieder so weit: "Die Rüben geraten in Fahrt", sagte Moritz Vorholzer auf der Jahreshauptversammlung der Wetterauer Rübenanbauer. SYMBOLFOTO: DPA
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Bald ist es wieder so weit: "Die Rüben geraten in Fahrt", sagte Moritz Vorholzer auf der Jahreshauptversammlung der Wetterauer Rübenanbauer. SYMBOLFOTO: DPA

"Anbau bleibt stabil"

  • vonUdo Dickenberger
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Wetteraukreis(udo). Der Rübenanbau wird mit etwa 5000 Hektar in der Wetterau stabil bleiben. Dies war in der Jahreshauptversammlung des Verbands Wetterauer Rübenanbauer im Bürgerhaus Assenheim zu erfahren. Der Vorsitzende Dr. Matthias Mehl begrüßte das Publikum, und Bürgermeister Michael Hahn erinnerte an die turbulente Gründungsversammlung vor 39 Jahren.

Dr. Gerald Corell von Südzucker informierte über die aktuelle Situation. Das operative Ergebnis habe sich verbessert. Die Ethanol-Preise seien coronabedingt gesunken und erst zuletzt stark gestiegen. In der Verwaltung sehe man ein Einsparpotenzial von 30 Millionen Euro. Südosteuropa werde für den Zuckermarkt wichtiger. Die Komplexität in der Produktion müsse verringert und die Verwaltung schlanker werden.

Dr. Matthias Mehl gab seinen Jahresbericht über die vorangehende Kampagne, die 130 Tage währte. Auf 5000 Hektar Fläche wurde angebaut. Die Zuckerrübe werde in der Fruchtfolge der Wetterau eine feste Größe bleiben. Es gelte, den Rübenanbau in der Wetterau stabil zu halten. Die Strukturen seien vorhanden. In der laufenden Kampagne habe die Verarbeitung in Wabern bereits vor wenigen Tagen begonnen, nicht jedoch für die Wetterauer Anbauer, die nur noch nach Offstein lieferten.

Die Geschäftsführerin Marie-Christin Mayer berichtete vom zurückliegenden Jahr, das von Trockenheit und einem starken Ertragszuwachs gekennzeichnet gewesen sei. Das Marktumfeld sei schwierig. In der Öffentlichkeit werde für die heimische Zuckerrübe geworben. Wolfgang Roth wurde als langjähriges Ausschussmitglied verabschiedet. Er war für die Logistik zuständig.

Dr. Paul-Martin Pfeuffer vom Verband süddeutscher Zuckerrübenanbauer berichtete über das Zuckerrübenrecht, das unverzichtbar für einen erfolgreichen Rübenanbau sei. Die Rechte sicherten den Anbau, sorgten für Mindestpreise und seien eine gute Geldanlage. Die Anbaufläche in der Wetterau bleibe stabil. Die Diversifizierung trage in Krisenzeiten. Beim Zucker gehe es nach diversen Einbußen wieder aufwärts. Die Verzinsung der letzten Jahre habe bei gut drei Prozent gelegen.

Moritz Vorholzer blickte auf die Kampagne voraus. Der Start in Wabern sei holprig verlaufen. Die bislang angelieferten Rüben sähen gut aus. Das schwierige Frühjahr bereite Probleme. Derzeit laufe in der Wetterau alles optimal und die "Rüben geraten in Fahrt". FOTO: UDO

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