Aktionen zum Denkmaltag

Altes Hallenbad, Russische Kirche, Gewölbekeller

  • Sabrina Dämon
    vonSabrina Dämon
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Wetteraukreis(sda/pm). Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen sich deutschlandweit die Türen von Denkmälern. Ziel des Aktionstages ist es, baukulturelles Erbe erlebbar zu machen. Bedingt durch die Corona-Maßnahmen ist dieses Jahr jedoch einiges anders als sonst. Der Tag des offenen Denkmals fällt aber nicht komplett aus, sondern wird ein wenig anders als sonst stattfinden. Viele Denkmäler präsentieren sich virtuell. Auch in der Wetterau gibt es einige digitale Angebote, in Friedberg öffnen zudem manche Denkmäler auch für Besucher. Hier ein Überblick zu den Angeboten in Friedberg und Bad Nauheim:

Friedberg: Der Geschichtsverein präsentiert in Kooperation mit dem Wetterau-Museum erstmals drei sonst nicht zugängliche Kelleranlagen mit 360-Grad-Aufnahmen, die der Fotograf Philipp Heinz erstellt hat. Es handelt sich um den Keller unter der ehemaligen Fasshalle der Brauerei Windecker, den vermutlich mittelalterlichen Gewölbekeller unter dem Haus Kaiserstraße 53 sowie den wohl ebenfalls mittelalterlichen Keller unter dem Haus Kaiserstraße 60. Zu finden ist das Angebot ab Sonntag im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de sowie www.friedbergergeschichtsverein.de.

Nicht virtuell, sondern ganz real können folgende Friedberger Denkmäler bei freiem Eintritt besichtigt werden: die Mikwe (Judenbad) von 10 bis 17 Uhr, der Adolfsturm von 10 bis 18 Uhr, die Stadtkirche von 11 bis 17 Uhr (zusätzlich zum Gottesdienst um 10 Uhr sowie zu Stundengebeten um 8, 12, 17 und 22 Uhr). Das Wetterau-Museum ist bei freiem Eintritt von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Ein weiteres digitales Angebot bietet das Theater Altes Hallenbad an. Das Motto des Aktionstages - "Erinnern - erhalten - neu denken" - wird in 16 Modulen aufbereitet. Zudem ergänzen Texte, Architektenzeichnungen, Fotos und animierte 360-Grad-Ansichten die Entwicklung des ursprünglichen Schwimmbades zum heutigen Theater. So kann man in einem Auszug aus der Festschrift von 1909 die Erbauung des Bades erleben oder anhand eines Vergleiches der Grundrisse die Umwidmung zu einem Veranstaltungsort nachvollziehen. Die Gegenüberstellung einiger Räume - vor und nach der Sanierung - gibt Auskunft über bauliche Schritte. Der Zugang zu dieser virtuellen Produktion erfolgt ab heute über die Homepage des Hallenbad-Vereins www.aha-friedberg.info.

Bad Nauheim:In Bad Nauheim lädt der Förderverein Russische Kirche/Reinhardskirche zu einem virtuellen "Gang in Vergangenheit und Gegenwart dieses einmaligen Gotteshauses" ein: Ein Porträt mit Texten und Bildern zum Download gibt einen Einblick in die Geschichte der Kirche, die im Jahre 1910 sogar die russische Zarenfamilie besuchte. Auch das Juwel des sakralen Bauwerks, die elf Meter lange Ikonostase, sowie die umfangreichen Restaurierungsarbeiten für den Erhalt werden vorgestellt. Ergänzt wird der Beitrag durch ein kurzes Video.

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