Im Alten Hallenbad in Friedberg wird es kulturell wegen der verlängerten Corona-Einschränkungen im Dezember noch nicht weitergehen können. FOTOS: ARCHIV/TOMAS RODGRIGUEZ
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Im Alten Hallenbad in Friedberg wird es kulturell wegen der verlängerten Corona-Einschränkungen im Dezember noch nicht weitergehen können. FOTOS: ARCHIV/TOMAS RODGRIGUEZ

Altes Hallenbad plant für 2021

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Auch im Dezember geht nichts: Den ehrenamtlichen Kulturveranstaltern vom Theater Altes Hallenbad machen die Corona-Monate schwer zu schaffen. Seit Mitte März mussten viele Konzerte, Theater- und Kabarettabende abgesagt werden. Nach dem Auftritt von Hellmut Hattler und seiner Band am 3. Oktober konnte nichts mehr auf der Bühne an der Haagstraße 29 stattfinden.

Das Virus machte nun auch die Hoffnungen zunichte, im Dezember Reinhold Beckmann, Benny Pigor und Benedikt Eichhorn, Jens Wawreczeck und den Kabarettisten Martin Zingsheim live zu erleben. Das Poetry-Slam-Finale ist ebenfalls nicht zum geplanten Zeitpunkt möglich. Möglichst viele der schon angekündigten Konzerte, Theater- und Kabarettabende sollen 2021 nachgeholt werden, melden die Veranstalter von der "Kulturtaucher"-AG.

Betrieb im Haus ab Februar?

Wer schon Eintrittskarten gekauft hat, kann sie für den nächst möglichen Termin behalten. Nach der regulären Winterpause im Januar soll ab Februar 2021 wieder Betrieb im Hause herrschen. Das am 14. November abgesagte Improvisationstheater ist beispielsweise auf den 13. Februar verschoben worden. Und der für den 5. Dezember angesagte Kabarettist Martin Zingsheim kommt voraussichtlich am 26. Februar nach Friedberg

Alle neuen Termine werden mitgeteilt, sobald sie einigermaßen "coronasicher" sind. Wer zum neuen Auftrittstermin nicht kommen kann oder mag, kann bereits gekaufte Karten im Ticketshop an der Friedberger Burg auch gegen den Eintritt in andere Veranstaltungen eintauschen. Das wäre besser als eine Rückgabe der Karten, sagen Alexa Busse und Rainer Götze vom Verein Altes Hallenbad: "Dann kämen die Mittel weiter dem Theater zugute. Dafür wären wir sehr dankbar, denn unsere Betriebskosten laufen trotz des Stillstandes weiter." Die Theaterleute sind nach eigenen Angaben seit Monaten damit beschäftigt, staatliche Überlebens-Programme für die Kultur recherchieren und Anträge zu stellen. Teilweise sei das auch erfolgreich und habe geholfen, dem Kulturhaus das Überdauern bis in die Nach-Corona-Zeit zu ermöglichen.

Damit die Erinnerung an schöne Abende und die Hoffnung auf neue Veranstaltungen nicht schwindet, empfehlen die Kulturtaucher den Besuch auf der Theater-Webseite www.aha-friedberg.info. Dort gibt es einen Adventskalender mit täglich neuen Überraschungen zum Lesen, Schauen und Hören.

Als Zeichen für eine lebendige Zukunft stehen auch die weitergehenden Bauarbeiten im ehemaligen Hallenbad. Um den Jahreswechsel soll das neue Theaterfoyer fertig werden. Es wird an der östlichen Schmalseite des großen Saales liegen und künftig dessen Besucher-Kapazität mehr als verdoppeln. Im neuen Foyer selber können dann auch kleinere Veranstaltungen stattfinden. In den Pausen wird daneben die neue Theaterbar geöffnet sein.

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