1,5 Millionen Fördermittel

Altes Hallenbad Friedberg: Sanierungsende rückt näher

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Die Bundesrepublik Deutschland fördert das Theater Altes Hallenbad mit rund 1,5 Millionen Euro. Die Stadt übernimmt 1,8 Millionen, die Fertigstellung wird für 2022 angepeilt.

Der Wetterauer Bundestagsabgeordnete Oswin Veith (CDU) teilte die gute Nachricht am Mittwoch Vorstandsmitglied Bernd Pollack telefonisch mit. Dieser war begeistert, da nun die Fertigstellung des "aHa" in greifbare Nähe rückt. Bürgermeister Dirk Antkowiak verkündete die Nachricht am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung. "Wir sind die einzige Kommune aus dem Wetteraukreis, die Mittel aus diesem Fördertopf erhält", freute sich der Rathauschef.

Die Stadt Friedberg hatte sich im Herbst mit fünf Projekten beim Bundesförderprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen" beworben. Wetterau-Museum, Stadthalle, Kunstrasenplatz Fauerbach, Freibad Ockstadt und eben das Alte Hallenbad wurden angemeldet. Wie Antkowiak sagte, gingen insgesamt 1300 Anträge bei der Bundesregierung ein, die Fördermittel waren 13-fach überzeichnet. Eine Auswahl musste getroffen werden. 186 Projekt wurden schließlich ausgewählt, darunter auch das aHa. Insgesamt stehen 300 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung, 200 davon bereits dieses Jahr. "Schade, dass die anderen Projekte nicht berücksichtigt wurden", sagte Antkowiak. Angesichts der vielen Bewerbungen sei man aber zufrieden, zum Zuge gekommen zu sein.

Fassaden, Barrierefreiheit, Technik

Das Projekt "Theater Altes Hallenbad", das von fast 1500 Mitgliedern und zahlreichen Förderern unterstützt werde, sei "ein herausragendes Beispiel bürgerschaftlichen Engagements", sagte Veith. Das verdiene Anerkennung, aber auch die finanziellen Mittel, die nach jahrelangen Sanierungsarbeiten noch notwendig seien, um das Projekt bald abschließen zu können.

Rund 1,5 Millionen Euro seien "schon eine Hausnummer", unterstrich Veith. Zum Vergleich: In den Jahren 2014, 2016 und 2018 waren es insgesamt 335 000 Euro, die das Alte Hallenbad vom Bund erhielt. Die Kosten für die Fertigstellung des Projektes sind laut Förderantrag mit 3,3 Millionen Euro veranschlagt. Davon übernimmt der Bund 1,485 Millionen Euro (45 Prozent). Voraussetzung dafür ist, dass die Stadt Friedberg einen Eigenanteil von 1,815 Millionen Euro (55 Prozent) leistet, was die Stadtverordnetenversammlung bereits im letzten Herbst unter Vorbehalt der Fördermittelzusage des Bundes beschlossen hat. Veith: "Insofern können die Bundesmittel ab jetzt fließen."

Der Förderzeitraum beträgt vier Jahre. In dieser Zeit sind folgende Maßnahmen geplant: Die denkmalgerechte Sanierung der Innen- und Außenfassaden sowie die Herstellung vollständiger Barrierefreiheit, wesentlicher Teile der technischen Gebäudeausrüstung, der Außenanlage und wichtiger Teile der Ausstattung als Theaterhaus. Im Jahr 2022 soll das Projekt dann fertig sein.

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