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ASF-Abiturientinnen und -Abiturienten mit einem Schnitt von 1,0: (von links) Aurora Kastrati, Dorian Schwalm, Senay Woldeselassie, Anna-Louisa Glaum, Elyesa Friederich, Jana Meyer, Olivia White und Clara Schwarz.

Achtmal Traumnote 1,0

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Friedberg (pm). Wie schon im Vorjahr hat Corona auch 2021 einer Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten der Augustinerschule in großem Rahmen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch erneut machte man in Friedberg aus der Not eine Tugend und nutzte statt der Stadthalle die hauseigene Aula. So wurden am vergangenen Freitag jeweils die Schülerinnen und Schüler zweier Tutorengruppen in Anwesenheit zweier Begleitpersonen zusammen verabschiedet.

Damit konnte die Kapazität im Vergleich zu 2020 merklich erhöht werden, ohne dass dies zu räumlicher Enge führte.

Jede der drei knapp 90-minütigen Veranstaltungen wurde vom Geschwisterpaar Siana und Esko Rieck musikalisch eingerahmt, die trotz ihres jugendlichen Alters eine beachtliche spielerische Reife am Klavier und Cello zeigten und so für ein festliches Ambiente sorgten.

Vier Halbjahre durch Corona beeinflusst

Der kommissarische Schulleiter Dr. Detlef Zschiesche begrüßte die Gäste und bedankte sich bei allen an der Organisation und Durchführung des Abiturs Beteiligten. In seiner Rede ging er natürlich auf die Corona-Pandemie ein: Diese habe drei der vier Halbjahre der Qualifikationsphase geprägt.

»Auf dem letzten Arbeitsblatt« ihrer Schulzeit konnten die (Ex-)Schülerinnen und Schüler in einer grafischen Übersicht die unterschiedlichen Phasen von Lockdown und Distanz- sowie Präsenzunterricht nachvollziehen. Dass das Unterfangen dennoch als geglückt angesehen werden kann, zeigte der Blick auf die Abschlusszahlen: Von den 88 Abiturienten hatten 34 eine Eins vor dem Komma, 41 eine Zwei und 13 eine Drei. Insgesamt sprang ein bemerkenswerter Notendurchschnitt von 2,17 heraus.

Wichtiger als die nackten Zahlen sei aber, dass alle ihr persönliches Ziel erreicht und das Beste gegeben hätten, so Zschiesche. In Bezug auf die Umstände bedauerte er, dass die Schule nicht mehr habe tun können, als für die ordnungsgemäße Organisation des Unterrichts zu sorgen. Deshalb äußerte er für die unmittelbare Zukunft der jungen Erwachsenen auch den Wunsch, dass sie ihr Bedürfnis nach sozialer Einbindung, menschlicher Nähe und ungezwungenem Beisammensein wieder befriedigen können.

Dieser Rede folgten aufgezeichnete Grußworte der Vorsitzenden des Schulelternbeirats und des Fördervereins, Olaf Rieck und Silke Sommer, die mit launigen Worten ihre Glückwünsche übermittelten, bevor Heiko Weber als zweiter Vorsitzender der VEA. (Vereinigung ehemaliger Augustinerschüler) für eine Mitgliedschaft der neuen Ehemaligen warb.

Danach stand der individuelle Teil jeder Veranstaltung auf dem Programm: Die Tutorinnen und Tutoren hielten vor der Zeugnisausgabe kleine Ansprachen für ihre Klassen, und in jeder Einzelnen wurde deutlich, wie viel Herzblut und Energie die jeweilige Lehrkraft investiert hatte, um die ihr Anvertrauten auf dem Weg zum Abitur zu unterstützen, und welch enge Verbindungen trotz (oder gerade wegen) der pandemiebedingten Beschränkungen entstanden waren.

Besondere Auszeichnungen

Abschließend wurden besondere Leistungen einzelner Abiturientinnen und Abiturienten hervorgehoben und mit Preisen bedacht. Hatte es 2020 schon sieben Abschlüsse mit der Traumnote 1,0 gegeben, sollte sich diese Zahl nun noch einmal um eins erhöhen. Elyesa Friederich, Anna-Louisa Glaum, Aurora Kastrati, Jana Meyer, Dorian Schwalm, Clara Schwarz, Olivia White und Senay Woldeselassie vollbrachten diese starke Leistung, wobei Letzterer herausragende 892 von 900 möglichen Punkten erreichte. Des Weiteren wurden folgende Absolventinnen und Absolventen geehrt: Aaron Beran (Geschichte), Lara Henkel (Französisch), Niklas Alfringhaus, Hamsa Balci, Nils Roth, Felicitas Teichert (alle Physik), Aurora Kastrati, Jana Meyer (beide Chemie), Thomas Mühlpfordt, René Uhlig (beide Informatik) und Clara Schwarz (Mathematik, Physik, Informatik).

Jens Paßmann, Präsident des Rotary Clubs, zeichnete René Uhlig für sein besonderes soziales Engagement aus. Uhlig hatte sich dies durch tatkräftige Unterstützung im Schulalltag, insbesondere als Hauptverantwortlicher bei der Neugestaltung der Homepage und der Einführung von Teams als Konferenztool sowie durch sein Mitwirken in der Schülervertretung und im Kreisschülerrat verdient.

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