Acht neue Hospizbegleiter

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Wetteraukreis(pm). Auch vor dem Hospizdienst Wetterau machen die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht halt. So war der Qualifikationskurs für Sterbebegleiter noch unter normalen Umständen gestartet, der Lernprozess ab März aber jäh unterbrochen worden. Der Pflegedienst Graubert stellte nun seine Räumlichkeiten in Butzbach zur Verfügung - und mit entsprechendem Abstand konnten die Teilnehmer ihre Qualifikation abschließen. Sie freuen sich auf die ehrenamtliche Mitarbeit.

Seit Oktober 2019 haben sich die jeweils vier Frauen und Männer mit den Themen Sterben und Trauer auseinandergesetzt. In einem Grundlagenseminar mit anschließendem Hospizpraktikum und einem Aufbauseminar wurden die Inhalte vermittelt. Der Lehr- und Lernprozess bewegt sich dabei zwischen Selbsterfahrung und Reflexion, einer vertieften Wahrnehmung und dem Begreifen der eigenen Betroffenheit, sowie der Aneignung von Methodik und Wissen. Mit diesem Wissen wurden die neuen Begleiter auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Am letzten Schulungstag überreichte die Vorsitzende Anita Unkel den neuen Hospizbegleitern ein Zertifikat für die Teilnahme.

Früher gehörte der Tod mitten in die Familien, heute wird er oft verdrängt - und den Menschen entgeht damit wertvolle Zeit, die voller Ehrlichkeit und Tiefe sein kann. Diese besondere Herausforderung erfordert Mut und Zuwendung aller Beteiligten. Dabei können ehrenamtliche Hospizhelfer unterstützen. Sie bringen Zeit mit und die Bereitschaft, sich gemeinsam den Dingen, die in der letzten Lebensphase wichtig sind, zu stellen. Sie wenden sich dem Menschen zu, geben dem Schmerz und der Trauer aller Beteiligten Raum. Das ersetzt keine Familie und kein Pflegepersonal, aber ein offenes Ohr und eine liebevolle Hand bringen Entlastung, wenn es um die letzten Bedürfnisse und Wünsche geht.

Interessierte können sich auf www.hospizdienst-wetterau.de über die Arbeit und die Aktivitäten des Hospizdienstes informieren.

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