Bei strahlendem Sonnenschein sind die Plätze im Burggarten-Café schnell besetzt. FOTOS: LONI SCHUCHARDT
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Bei strahlendem Sonnenschein sind die Plätze im Burggarten-Café schnell besetzt. FOTOS: LONI SCHUCHARDT

Mit Abstand, Maske, Kaffee, Kuchen

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg(har). Das Burggarten-Café am "Tag des offenen Denkmals" ist zu einer Tradition geworden. Zugleich bildet das Fest auf der Wiese unterhalb des Adolfsturms den Abschluss der Urban-Gardening-Aktion "Friedberg zum Anbeißen" mit einem Dutzend Hochbeeten und einem "Pflanzbett" im Burggarten sowie zwei weiteren Hochbeeten auf dem Elvis-Presley-Platz. Dass das "Ein-Nachmittags-Café" trotz der coronabedingten Einschränkungen überhaupt stattfinden konnte, dafür zeichneten Sigrid Bartsch vom Kulturservice der Stadt sowie Jutta Himmighofen-Strack, Projektleiterin der Urban-Gardening-Aktion, verantwortlich.

"Es ist ein anderes Café als in den letzten Jahren", sagte Bartsch, die zusammen mit Himmighofen-Strack die Besucher am Eingang des abgegrenzten Bereichs empfing. Dort mussten die Gäste zunächst ein Registrierungsblatt ausfüllen und die Hände desinfizieren. Jeder erhielt schließlich eine "persönliche Speise- und Getränkekarte" und wurde zu den 100 Plätzen auf dem wesentlich vergrößerten Café-Areal geführt. So wurden die Abstandsregeln eingehalten. Erst am Platz durfte die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden. Erstmals wurden die Gäste am Tisch bedient. "Alle Bedienungen haben einen Gesundheitspass", sagte Bartsch.

Weniger Diebstähle aus Hochbeeten

Viel Lob gab es von den Besuchern, zum Beispiel von der Büdingerin Ingrid Zinn und von Viviane Kraicker aus Wölfersheim. "Das ist hier alles sehr gut organisiert", sagten die beiden Kolleginnen, die als Intensivkrankenschwestern im Bürgerhospital tätig sind. Gelobt wurde auch das regionale Getränke- und Speise-Angebot. Wer es deftig haben wollte, konnte zwischen einem Creme-Süppchen aus Süßkartoffeln, Kürbis und Pastinaken oder einer orientalische Gemüse-Hirse-Suppe, gekocht von Max Hackauff, wählen. Zum Kaffee schmeckten Blechkuchen.

Dass die Café-Macher auf ein Unterhaltungsprogramm verzichteten, verschmerzten die vielen Besucher locker. Schon kurz nach der Eröffnung um 13 Uhr waren die meisten Plätze besetzt, und gegen 15 Uhr bildete sich vor dem Einlass eine Schlange. Über 400 Besucher wurden letztendlich gezählt. "Wir sind mit der Resonanz mehr als zufrieden", freute sich Himmighofen-Strack.

Unter den Gästen befanden sich auch einige Teilnehmer der Aktion "Friedberg zum Anbeißen". "Wir hatten dieses Mal keine Verluste" sagte Lothar Glinka, der zusammen mit Ehefrau Walburga Glinka-Rack in diesem Jahr italienische Kräuter angebaut hatte. "Natürlich machen wir nächstes Jahr wieder mit", kündigte Glinka an. Ebenso Ulf Berger, der mit Frau und seinen drei Töchtern zum offiziellen Ende der Aktion gekommen war. "Wir haben erstmals so viel Pflücksalat geerntet, dass es für alle reichte", freute sich der Inhaber von Lederwaren Steck und Vorsitzende der Werbegemeinschaft "Friedberg hat’s". Und noch etwas stellte Berger fest: "Es war dieses Jahr nicht ganz so stressig, weil es nicht ganz so heiß war wie in den letzten Jahren. Wir mussten nicht so viel gießen." Zufrieden mit dem Verlauf der Aktion war auch Jutta Himmighofen-Strack, hatte es doch weniger Diebstähle als in den Jahren zuvor gegeben.

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