jw_patronat_290721_4c_1
+
Pfarrgemeinderatsvorsitzende Angela Wätjer überreicht Pater Dr. Sony den Rosenkranz. pm

Abschied von Pater Sony

  • VonRedaktion
    schließen

Friedberg-Ockstadt (pm). Der Heilige Jakobus war der Überlieferung nach der erste Märtyrer unter den Aposteln. Im Jahr 43 n. Chr. wurde er unter der Herrschaft von König Herodes Agrippa I. in Judäa durch das Schwert hingerichtet. Am 25. Juli 816 wurden seine Gebeine in Nordspanien feierlich beigesetzt, auf dieses Datum geht sein Gedenktag zurück. Um das Grab entwickelte sich der Wallfahrtsort Santiago de Compostela.

In der katholischen Pfarrgemeinde Ockstadt wird der Sankt-Jakobus-Tag seit jeher gefeiert, ist doch der »Dom der Wetterau« mit seinen zwei markanten Kirchtürmen dem Heiligen geweiht. In diesem Jahr fiel der Gedenktag auf einen Sonntag. Der Festgottesdienst war nicht nur deshalb gut besucht, ein weiterer Grund war der Abschied von Pater Dr. Sony aus Indien, der einmal mehr die Urlaubsvertretung von Pfarrer Bernd Weckwerth übernahm.

Pater Dr. Sony ist in Ockstadt kein Unbekannter mehr. Zum siebten Mal hatte er die Urlaubsvertretung von Pfarrer Weckwerth übernommen. Sony stammt aus dem indischen Kerala, studierte je vier Jahre in Jerusalem und in Rom, wo er vor Kurzem den Doktortitel der Theologie erwarb. Da er nun in sein Heimatland Indien zurückkehrt, bot der Festgottesdienst den idealen Rahmen für eine Verabschiedung.

Die Lob- und Dankesrede hielt die Vorsitzende des Ockstädter Pfarrgemeinderates, Angela Wätjer. Sie sagte, Pater Sony sei längst Teil der Pfarrgemeinde geworden. »Er war als Sellsorger, aber auch als Mensch immer für alle da. Er ist auf die Menschen zugegangen, es sind viele Freundschaften entstanden.« Gemeindemitglieder besuchten ihn in Rom und in Jerusalem. Nun kehre er in seine Heimat zurück, wo er dringend gebraucht werde, sagte Wätjer und überreichte Sony als Erinnerungsgeschenk einen Rosenkranz aus Kirschkernen.

Gelernt, wie man Kirschen pflückt

Sony sagte, es habe ihm in Ockstadt sehr gut gefallen. Er dankte Pfarrer Weckwerth, der Pfarramtssekretärin Gerda Margraf, Organist Rainer Bingel, Timm Schreiner und Ludwig Witzenberger, erinnerte auch an den verstorbenen Pfarrer Dr. Gebhard. Besonders freute ihn, dass ihm gezeigt wurde, wie man Kirschen pflückt. »Danke für die schöne Zeit bei euch in Ockstadt«.

Die Ockstädter werden diesen liebenswerten Menschen sehr vermissen. Bei einem Stehempfang im Pfarrhof konnten viele sich persönlich von ihm verabschieden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare