Abschied vom analogen Klassenzimmer

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Wetteraukreis (prw). Der DigitalPakt Schule ist eines der größten Investitionsförderprogramme, um die Schulen bundesweit digital auszustatten. Im Wetteraukreis werde derzeit unter Hochdruck an der Umsetzung gearbeitet, teilt der Kreis mit. Über den aktuellen Sachstand sowie zu den Rahmenbedingungen des DigitalPakts Schule wurde kürzlich im Bildungsausschuss des Wetterauer Kreistags berichtet.

Was mit dem DigitalPakt erreicht wird und wie bald alle Klassenräume aussehen werden, konnten die Mitglieder des Kreisausschusses sowie des Bildungsausschusses unmittelbar vor der Sitzung an der Friedberger Henry-Benrath-Schule live erleben (das Symbolfoto zeigt das Beispiel für eine fest montierte Interaktive Schultafel in einem Neubau).

Bedarfe anmelden bis 31. Dezember

Die Schule ist im Frühjahr 2021 als eine der ersten Schulen im Wetteraukreis komplett nach DigitalPakt-Standard ausgestattet worden. Bei einer Vorführung zeigte eine Lehrkraft anhand von Beispielen, welche unterrichtspraktischen Möglichkeiten sich mit den neuen interaktiven Schultafeln für den Unterricht ergeben. »Der Bedarf ist auch ganz unabhängig von der Corona-Pandemie mit ihren besonderen Auswirkungen auf die Schulen vorhanden, sodass im Wetteraukreis unter Hochdruck an der Umsetzung gearbeitet wird«, erläuterte Landrat Jan Weckler.

Die Höhe der Fördersumme im Wetteraukreis beläuft sich auf rund 19,6 Millionen Euro. Damit in den kommenden Jahren alle Schulen im Wetteraukreis digital ausgestattet werden können, müssen alle Maßnahmen bis 31. Dezmber bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) angemeldet werden.

Der für den DigitalPakt zuständige Projektleiter Andreas Haas erläuterte in der Sitzung des Bildungsausschusses das Vorgehen des Wetteraukreises. Im Zuge der Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des DigitalPakts wird die IT-Infrastruktur an allen kreiseigenen Schulgebäuden standardmäßig ertüchtigt. »Konkret heißt das, dass bis zum Laufzeitende des Förderprogramms 2025 alle Unterrichtsräume mit IT-Infrastruktur und WLAN ausgestattet werden. Zudem werden in möglichst allen Unterrichtsräumen ab 40 Quadratmetern Interaktive Schultafeln zum Einsatz kommen«, so Haas.

Glücksfall bei der Auftragsvergabe

Die Anpassung und Erweiterung der EDV-Infrastruktur über den Fachdienst Hochbau findet an allen Schulstandorten des Wetteraukreises für alle rund 36 000 Schülerinnen und Schüler statt. Der wichtigste Schritt hierfür war der Abschluss der Rahmenvereinbarung mit einem Generalplaner, der aktuell den Großteil der Verkabelungsmaßnahmen plant und anschließend die Umsetzung über drei Elektrofirmen koordiniert.

»Es ist ein Glücksfall, in der aktuellen Situation und bei der aktuellen Verfügbarkeit von Unternehmen einen Planer gefunden zu haben, der eine solche Masse an Maßnahmen planen und die Umsetzung steuern kann. Neben vielen externen Partnern, die wir zwischenzeitlich gewinnen konnten, sind fast alle Einheiten des Fachbereichs Bildung- und Gebäudewirtschaft an der Umsetzung des DigitalPakts beteiligt«, betont Landrat Jan Weckler.

Daneben wurden über eine separat beauftragte Elektrofirma bereits Maßnahmen umgesetzt. Ebenso wurden kleinere Maßnahmen über Direktvergaben abgewickelt. Im Anschluss an die Verkabelungsarbeiten über den Fachdienst Hochbau erfolgt die Implementierung des WLAN, im Anschluss daran die Installation der Interaktiven Schultafeln, je nach aktueller Lieferzeit.

Die Prüfung eines jeden Standorts ist mit großem Aufwand verbunden. So musste zunächst der Ist-Zustand in jedem Raum erhoben werden, also der Zustand der IT-Ausstattung der Unterrichtsräume, der Verteiler sowie der elektrischen Gebäudetechnik. Zusätzlich musste pro Standort der zu erbringende Leistungsumfang ermittelt werden. »Insgesamt sind wir auf einem guten Weg. Die Begehungen in allen 2600 Unterrichtsräumen an den Schulen sind inzwischen weitestgehend abgeschlossen. Gemeinsam mit den externen Partnern plant der Wetteraukreis nun die schrittweise Umsetzung an allen kreiseigenen Schulen«, erklärte Landrat Weckler.

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