Abgassünder ohne Fahrerlaubnis enttarnt

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Wetteraukreis (pob). Die Spezialisten von der Autobahnpolizei Mittelhessen kontrollierten am vergangenen Donnerstag den Güterverkehr an der Raststätte Wetterau. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Bundesamts für Güterverkehr schauten die Polizistinnen und Polizisten auf der A5 in Richtung Frankfurt genauer, ob die Trucks den Vorschriften entsprachen. Dabei nahmen sie mehr als 20 Sattelzüge unter die Lupe.

Bei etwa der Hälfte der Fahrzeuge gab es Beanstandungen. Diese Verstöße konnten mit einem Bußgeld geahndet werden und die Fahrer ihre Fahrt fortsetzen.

Anders erging es einem Trucker, der offenbar seinen Fahrtenschreiber manipuliert hatte. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen »Fälschung beweiserheblicher Daten« eingeleitet. Die Kontrolle eines irischen Lkw dauerte etwas länger. Der Fahrer legte den Ermittlern einen Führerschein vor, der aber seinem Bruder gehörte. Der Schwindel fiel auf und es stellte sich heraus, dass der Mann gar nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Die Ladung des Lkw, unter der sich auch Gefahrgut befand, war nicht ordnungsgemäß gesichert, und bei der Ergänzung des Treibstoffes um AdBlue, zwecks Reduktion der ausgestoßenen Schadstoffe hatte der Fahrer offenbar getrickst. Statt des geforderten Zusatzstoffes auf Harnstoffbasis hatte er einen Emulator eingebaut. Dieses Gerät ermöglicht den Betrieb des Lkw ohne Beifügung von ADBlue und ohne Anzeige im Betriebssystem.

Eine neue Auslesesoftware kam dem Schwindel auf die Schliche. Die Fahrt des Trucks endete an der Raststätte - bis zur Beseitigung der Mängel, und der Organisation eines Fahrers mit Führerschein. Auch hier bewegte sich die Sicherheitsleistung im vierstelligen Bereich.

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