Eine Gelbe Tonne steht vor einem Grundstück, daneben liegen zahlreiche Gelbe Säcke. Die Säcke sollen verschwinden. Aber das kann noch dauern.
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An vielen Orten in der Wetterau gibt es zu wenige Gelbe Tonnen für den anfallenden Verpackungsmüll.

Keine Säcke mehr

Wetterau: Leerung der Gelben Tonnen hat begonnen – Manche Anwohner sind unzufrieden

Die Leerung der Gelben Tonnen im Wetteraukreis hat begonnen. Bisher scheint alles zu klappen, doch einige Bürger sind nicht ganz zufrieden.

Wetteraukreis – Die ersten Gelben Tonnen im Wetteraukreis sind bereits geleert worden. Viele weitere werden in den nächsten Tagen und Wochen geleert. »Bisher verläuft alles gut«, sagt Sarah Blank, aus der Disposition von Remondis in Büdingen. »Der Schnee erschwerte zwischenzeitlich etwas die Abfuhr, aber sonst gibt es keine Probleme.« Friedbergs Erste Stadträtin Marion Götz stimmt zu: »Bisher scheint alles zu laufen. Es hat sich noch kein Bürger bei uns beschwert.«

Obwohl Änderungswünsche erst ab 1. Februar entgegengenommen werden, rufen bereits Leute bei Remondis an, um ihre Tonne zu tauschen, wie Blank mitteilt. Doch noch könne man nicht sagen, wie viele Tonnen getauscht werden müssen. »Es muss erstmal alles anlaufen, bevor man dazu eine richtige Einschätzung abgeben kann.«

Wie von der Firma angekündigt, wurden bei der ersten Fahrt in einem Friedberger Wohngebiet nicht nur die Tonnen geleert, sondern auch die letzten Gelben Säcke mitgenommen.

Viele Wetterauer sehen einen Vorteil in den Tonnen. »Ich denke, im Sommer ist die Tonne besser, weil kein Ungeziefer mehr drankommt. Außerdem fliegen keine Säcke mehr herum«, sagt eine Florstädterin. Doch bei der Größe der neuen Müllgefäße herrscht trotz Umtauschoption bei einigen Wetterauern Unzufriedenheit.

»Zwei gelbe Tonnen sind zu wenig«, sagt die Mieterin eines Mehrparteienhauses.

Gelbe Tonnen in der Wetterau: Mülltrennung und Platzproblematik

So hätten die Mieter eines Mehrparteienhauses in Friedberg auf der einen Seite gerne mehr Tonnen oder einen Container für den Müll, da die Menge der Säcke das Fassungsvermögen der Gelben Tonnen übersteige. Doch der Stellplatz sei begrenzt. »Selbst wenn ein Container hier hinpasst, wer soll ihn dann zur Leerung auf den Bürgersteig fahren?«, fragt eine Mieterin, da viele Parteien des Hauses zur älteren Generation gehörten.

Eine Butzbacherin schildert, dass der Leerungstermin noch anstehe, sie aber jetzt schon befürchte, dass ein Container für ihr 18-Parteien-Haus zu wenig sei. Die Stellplatzproblematik ist auch bei vielen Einzelhäusern vorhanden, da die Eigentümer oftmals feste Unterstände für ihre Mülltonnen haben, die nicht einfach so erweitert werden können.

Um nicht so viele Tonnen zu benötigen, könnte es ein platzsparender Ansatz sein, generell weniger Verpackungsmüll zu produzieren. Doch manchmal sei auch einfach die Trennung das Problem. »In unserer Gelben Tonne habe ich neulich Zewa und Pappkartons gesehen«, berichtet ein Friedberger. »Solche Dinge gehören eindeutig in die Blaue Tonne.«

Bei Papier sollte es eigentlich einfach sein, zu entscheiden, welche Tonne die richtige ist. Doch gibt es viele Produkte, bei denen Unsicherheit herrscht. Beispielsweise eine Zahnbürste würden viele, wenn sie nicht aus Bambus ist, in die Gelbe Tonne werfen, dabei gehört sie in den Restmüll.

Generell gilt: »Alles, was mal Verpackung war, kommt in die Gelbe Tonne, außer Glas und Papier oder Pappe. Nur leere Verpackungen in die Gelbe Tonne geben«, teilt Remondis auf der eigens für die neuen Müllgefäße eingerichteten Internetseite www.gelbe-tonne-wetterau.de mit.

Kontakt zu Remondis

Remondis hat den Zuschlag für die Leerung der Gelben Tonnen im Wetteraukreis bekommen. Zudem ist das Unternehmen für die Leerung des Rest- und des Biomülls im Kreis zuständig. Der Firmensitz für die Region befindet sich in Büdingen. Bei Problemen mit der Gelben Tonne ist Remondis unter Tel. 0 80 0/1 22 32 55 oder 0 60 42/96 11 97 sowie per E-Mail an gelbetonne-wetterau@remondis.de erreichbar. SMF

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