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Abfallentsorgung als wichtige Daseinsvorsorge in Bad Nauheim: (von links) der städtische Fachdienstleiter Stadtbildpflege, Johannes Herold, Müllwerker Sascha Habermann, Bürgermeister Klaus Kreß sowie die Müllwerker Markus May und Wolfgang Plöger.

Abfuhr auch in Krisenzeiten

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Wetteraukreis (pm). Anlässlich des Tages der Daseinsvorsorge, am heutigen Mittwoch macht die Wetterauer Abfallwirtschaft auf die Bedeutung der Müllabfuhr aufmerksam. »Auch in Pandemiezeiten werden Hausmüll, Bioabfall und Altpapier abgeholt. Das ist Daseinsvorsorge. Gemeinsam mit den Kommunen sorgen wir dafür, dass auch in schwierigen Zeiten der Müll abgeholt wird und die Bürgerinnen und Bürger nicht auf ihrem Abfall sitzen bleiben«, unterstreicht Dr.

Jürgen Roth, Chef der Wetterauer Abfallwirtschaft.

Ob nun Pandemie oder sinkende Preise für Wertstoffe wie Papier - trotz aller Widrigkeiten sorgen die Kommunen zusammen mit der Abfallwirtschaft des Kreises dafür, dass die bereitgestellten Tonnen regelmäßig geleert werden. »Aber auch die Hausbesitzer, Vermieter und Mieter sind in der Verantwortung: Sie müssen dafür sorgen, dass ausreichend Mülltonnen zur Verfügung stehen«, sagt Roth.

Und die Bürgerinnen und Bürger können dazu beitragen, der Müllabfuhr ihre Arbeit zu erleichtern, indem sie die Abfalltonnen mit dem Griff zur Straße am Fahrbahnrand bereitstellen. So ist es einfacher für die Besatzung der Müllfahrzeuge, die Tonnen zu leeren. Für das Einsammeln des Abfalls sind die Wetterauer Städte und Gemeinden zuständig. Dafür beauftragen sie per europaweiten Ausschreibungen Entsorgungsunternehmen. Eine Ausnahme ist Bad Nauheim: Die Kurstadt verfügt über eine eigene Müllabfuhr. Die Städte und Gemeinden stellen den Bürgerinnen und Bürgern die Gefäße für den Abfall zur Verfügung: Die graue Tonne für den Restmüll, die blaue für Papier, Pappe und Kartons (in einigen Städten ist die Papiertonne grün) und die Braune für den Bioabfall. Für die gelbe Tonne, in die der Verpackungsmüll gehört, sind die dualen Systeme zuständig. Für sperrigen Grünabfall organisieren die meisten Kommunen Straßensammlungen, bei denen gebündeltes Astwerk abgeholt wird. Außerdem gibt es Sperrmüllsammlungen, weil nicht alle das Angebot der Recyclinghöfe in Anspruch nehmen können, etwa weil das Auto zu klein ist für das ausrangierte Sofa oder weil gar kein Auto zur Verfügung steht.

Energie und Kompost

Die Müllautos bringen den Restmüll und das Altpapier zum Entsorgungszentrum Wetterau beim Echzeller Ortsteil Grund-Schwalheim, wo die Weiterverarbeitung beginnt. Aus dem Bio- und Gartenabfall wird im Humus- und Erdenwerk beim Niddataler Ortsteil Ilbenstadt Energie und Kompost gewonnen.

»Auch unsere kostenlose Schadstoffsammlung gehört zum selbstverständlichen Service unserer Daseinsvorsorge«, sagt Roth. An 127 Tagen im Jahr steuert das Schadstoffmobil der Wetterauer Abfallwirtschaft die Städte und Gemeinden an, um gefährliche Abfälle wie Reinigungsmittel, Holzschutzmittel, Lacke oder Klebstoff einzusammeln. »Diese Abfälle sind gefährlich für die Umwelt und müssen fachgerecht entsorgt werden. Gelangen sie in Boden, Wasser oder Luft, können sie die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigen.«

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