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Nicht zweistöckig, dafür mit mehr Sitzplätzen: Mit Fahrzeugen wie diesem ist die Hessische Landesbahn ab 2023 zwischen Gießen und Frankfurt unterwegs.

Ab 2023 mehr Platz

  • David Heßler
    vonDavid Heßler
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Wetteraukreis (hed/pm). Wetterauer Bahnfahrer dürfen sich ab Dezember 2023 über mehr Direktfahrten nach Frankfurt freuen - und über ein größeres Sitzplatzangebot in den dann neu eingesetzten Zügen zwischen der Mainmetropole und Gießen.

Die Hessische Landesbahn (HLB) übernimmt nach europaweiter Ausschreibung für 15 Jahre den »Mittelhessen- Express« mit den Linien RB 40 (Frankfurt-Gießen-Dillenburg), RB 41 (Frankfurt-Gießen-Treysa) und RB 49 (Hanau-Friedberg) sowie der dann neuen Linie RB 37 (Frankfurt-Gießen). Seit 2006 war das Streckennetz von der Bahntochter DB Regio Hessen betrieben worden.

Das derzeitige Linienkonzept der Linien RB 40 und RB 41 mit Vereinigung bzw. Trennung der Züge in Gießen bleibt bestehen, sodass weiterhin den ganzen Tag über Direktverbindungen von allen Stationen entlang beider Linien nach Frankfurt angeboten werden. Die RB 40/41 fährt ab Dezember 2023 weiter jeweils zweistündlich schnell von Gießen nach Frankfurt, wobei sie zwischen Gießen und Friedberg nur in Butzbach und Bad Nauheim hält. In den jeweils anderen Stunden ist sie langsamer und hält an allen Stationen. Das Angebot wird mit der neuen Linie RB 37 ergänzt, die alle Halte zwischen Gießen und Friedberg in den Stunden bedient, in denen die RB 40/41 schneller unterwegs ist. Ab Dezember 2026 soll hier durch Veränderungen im Fernzug-Fahrplan die RB40/41 jede Stunde schneller fahren.

In der Hauptverkehrszeit sollen wie bisher auch Fahrten verdichtet werden.

Die Linie RB 49 fährt künftig nur noch zwischen Hanau und Friedberg. Dort werden montags bis freitags Fahrten ergänzt, sodass dann von frühmorgens bis abends ein Halbstundentakt gilt. Zu Schülerverkehrszeiten gibt es weiterhin verlängerte Fahrten zum Schulstandort Bad Nauheim.

»Pro Bahn« hofft auf Zuverlässigkeit

Laut dem RMV-Pressemitteilung haben die bisher bei der DB Regio angestellten Mitarbeiter die Möglichkeit, unter Wahrung tarifvertraglicher Regelungen zur HLB zu wechseln.

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt den Zuschlag für die Hessische Landesbahn - auch wenn man sich eigentlich die komplette Ausstattung der Nahverkehrslinien auf den zweigleisigen elektrifizierten Strecken mit Doppelstockwagen gewünscht hätte, wie der Landesvorsitzende Thomas Kraft sagt. »Leider ist die Chance vertan, denn die beiden weiteren anstehenden Ausschreibungen für das elektrifizierte Bahnnetz in Mittelhessen werden mit völlig anderen Zugtypen vergeben.« Die HLB plane den Betrieb mit Coradia Continental von Alstom den Betrieb durchzuführen. Da in Südhessen bereits drei kleinere Linien mit diesem Zugtyp gefahren würden hoffe man gleichwohl auf die Zuverlässigkeit des eingesetzten Zugmaterials und weniger Ausfälle durch »defekte Züge«. Die HLB habe in den vergangenen Jahren vielfach bewiesen, dass die sich dem nötigen Wachstum im Schienenverkehrssektor stelle.

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