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Klaudia und Norbert Decher pflanzen italienische Kräuter in das Bettgestell.

20 Hochbeete und ein Kräuter-Bett

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Alljährlich am ersten Mai-Wochenende beginnt die Aktion »Friedberg zum Anbeißen«. Das galt ebenso für die siebte Auflage, auch wenn eine offizielle Vorstellung der Paten zum zweiten Mal coronabedingt ausfallen musste. Einmal mehr zeichnet Sigrid Bartsch vom Kulturservice im Amt für soziale und kulturelle Dienste und Einrichtungen der Stadt für die Hochbeet-Aktion verantwortlich.

»Wir sind noch einmal gewachsen«, sagte Bartsch zur Rekordzahl von 20 Paten, deren Betreuung wieder in den Händen von Jutta Himmighofen-Strack liegt.

Wie schon im vergangenen Jahr erhielten die Paten ein »Pflanzgeld« in Höhe von 40 Euro, um Pflanzen zu kaufen und diese dann in die mit biozertifizierter Erde gefüllten Hochbeete zu pflanzen. Die Beete waren von Bauhofmitarbeitern im Laufe der Woche aufgestellt worden.

Erstmals auch auf Fünf-Finger-Platz

16 Beete befinden sich im Burggarten direkt unterhalb des Adolfsturms, drei auf dem Elvis-Presley-Platz, und ein weiteres Hochbeet wurde erstmals auf dem Fünf-Finger-Platz in der östlichen Altstadt aufgestellt.

Neu als Paten mit dabei sind Ali Demrok und die Familie Klinger sowie der Fünf-Finger-Treff und der Friseursalon »La Beaute Sevdi + Yoldas«, die gemeinsam das Hochbeet am Fünf-Finger-Platz betreuen.

Zu den Hochbeeten im Burggarten gesellt sich zum vierten Mal ein bepflanztes Bettgestell. Dafür zeichnen wieder Klaudia und Norbert Decher verantwortlich. Die Inhaber des gleichnamigen Bettenhauses bepflanzten am Maifeiertag als eine der ersten Paten ihr »neues altes« Bett. »Durch die Feuchtigkeit sind die Gestelle nach einem Jahr fertig«, erläuterte Norbert Decher. In diesem Jahr pflanzt das Ehepaar ausschließlich italienische Kräuter an.

Am Samstagmorgen ist auch die Familie Rentschler aktiv gewesen, die in der Burg wohnt und von Anfang an dabei ist. »Wir haben gerade den Weizen gepflanzt, den es beim Kindergottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde an Ostern gab«, berichtete Mutter Henrike, die zusammen mit Tochter Frederike und Ehemann Ulrich in diesem Jahr Kartoffeln, Topinambur, Erbsen und Bohnen pflanzt. Dazu kommen Blumen und Lavendel. »Die sind für die Bienen«, sagte Frederike. Erneut wird die Imkerfamilie Ruppel einen Schaukasten mit einem Bienenvolk aufstellen.

Die Hochbeete sind in diesem Sommer nicht die einzige Attraktion im Burggarten. Die Open-Air-Ausstellung »Das Friedberg des Friedrich Diehl« ist ebenfalls einen Besuch wert (Bericht folgt).

Und erstmals gibt es an allen Sonn- und Feiertagen ab 15 Uhr ein kleines kulinarisches Angebot, für das das Team von »Star Waffles« verantwortlich zeichnet. »Schön, dass es hier jetzt so was gibt«, sagte die Frankfurterin Ulrike Zibis, die ihre Freundin Nicole Hahn, die in der Burg wohnt, besuchte. Beide standen in einer langen Schlange, die sich schon kurz nach dem Premierenstart gebildet hatte.

Die Burgbewohner Ulrich, Frederike und Henrike Rentschler sind seit Beginn der Aktion Pflanzpaten.

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