Die Klassenzimmer in Wetterauer Schulen sollen besser digital vernetzt und flächendeckend mit WLAN angebunden werden. 	VISUALISIERUNG: PRW
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Die Klassenzimmer in Wetterauer Schulen sollen besser digital vernetzt und flächendeckend mit WLAN angebunden werden. VISUALISIERUNG: PRW

19,6 Millionen Euro für WLAN und Co.

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Wetteraukreis (prw). Der Kreisausschuss hat kürzlich in einem Grundsatzbeschluss die Umsetzung des »Digitalpakts Schule« beschlossen. In den kommenden fünf Jahren stehen dem Kreis insgesamt knapp 19,6 Millionen Euro für die digitale Ausstattung der Schulen zur Verfügung.

Landrat und Schuldezernent Jan Weckler (CDU) erläuterte, wofür dieser Betrag primär genutzt werden soll: »Für die digitale Vernetzung, für schulisches WLAN und für interaktive Schultafeln in den Klassenräumen.«

2019 beschlossen Bund und Länder den Digitalpakt Schule. Dabei gewährte der Bund den Ländern Finanzhilfen von insgesamt fünf Milliarden Euro für den Ausbau der digitalen Bildungsinfrastruktur. Für das Land Hessen sind dies 372 Millionen, für den Wetteraukreis knapp 19,6 Millionen Euro.

Ziel des Digitalpakts ist es, die bildungsbezogene digitale Infrastruktur an den Schulen aufzubauen und zu verbessern. Zusätzlich haben Bund und Länder eine Verwaltungsvereinbarung beschlossen, in der sich die Länder zu pädagogischen Maßnahmen und zur Qualifizierung der Lehrkräfte verpflichten.

»Mit dem Grundsatzbeschluss möchten wir die Umsetzung an den Wetterauer Schulen sichtbar machen«, sagte Landrat und Schuldezernent Jan Weckler. Die Schulen sollen besser digital vernetzt und flächendeckend mit WLAN angebunden werden. Zusätzlich werden Interaktive Schultafeln als Anzeige- und Interaktionsgeräte finanziert werden.

Neue Möglichkeiten im Unterricht

Das Sonderprogramm Digitalpakt Schule korrespondiere im Wetteraukreis eng mit der Umsetzung des Medienentwicklungsplans für die Schulen des Wetteraukreises 2020-2024, in dem auch die die Vorgaben aus dem Digitalpakt mit eingeplant werden. In mehreren vom Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) angeleiteten Workshops mit der IT-Steuerungsgruppe, die aus Vertretern von Wetteraukreis, Staatlichem Schulamt und aller Schulformen besteht, wurden die Aufgabenschwerpunkte bis 2024 identifiziert. Eine Verabschiedung des Medienentwicklungsplans in den Gremien sei Ende des Jahres vorgesehen.

Der 25-prozentige Eigenanteil des Wetteraukreises entspreche rund 4,9 Millionen Euro. Davon übernehme das Land Hessen sowohl 50 Prozent der Ratentilgung als auch der Zinszahlungen, die restlichen 50 Prozent der Tilgung und Zinsen in Höhe von knapp 2,5 Millionen Euro seien vom Wetteraukreis zu leisten.

Fast vier Millionen Euro können so zusätzlich für die digitale Ausstattung der Schulen investiert werden, sagte Weckler. »Wir brauchen eine bessere digitale Basisausstattung für alle Schulen. Interaktive Präsentationstechnik in allen Unterrichtsräumen, und die WLAN-Anbindung werden für den Unterricht neue Möglichkeiten eröffnen«, so Landrat Weckler.

Über diesen Beschluss und die Planungen freut sich auch die Wetterauer JU-Vorsitzende Tatjana Cyrulnikov. »Das ist ein wichtiger Schritt, damit unsere Schulen in Sachen Digitalisierung nicht hinterherhinken«, betonte sie.

Denn gerade in den vergangenen Monaten sei noch einmal ganz deutlich geworden: »Wir dürfen die Digitalisierung der Bildungsinfrastruktur nicht vernachlässigen. Am Ende würde das zulasten der Schüler gehen.« Deshalb sei auch in Zukunft sicherzustellen, dass genug finanzielle Mittel in die Digitalisierung der Schulen fließe.

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