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Dich an dicht: Gesetzliche Ruhepausen einzuhalten, ist für viele Lkw-Fahrer schwierig. Vielerorts mangelt es an Parkplätzen. Rund 140 Stellplätze gibt es an den Autobahnen im Wetteraukreis zu wenig, kritisieren FDP-Politiker. SYMBOLFOTO: DPA

»140 Lkw-Stellplätze fehlen«

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Wetteraukreis (pm). Der Wetterauer FDP-Landtagsabgeordnete und Landtagsvizepräsident Dr. h. c. Jörg-Uwe Hahn und der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Stefan Naas, zeigen sich von der Beantwortung ihrer Kleinen Anfrage an Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) enttäuscht und kritisieren einen fehlenden Gestaltungswillen des Ministers.

»Seit vielen Jahren ist das Parkplatzproblem für Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer auf den Wetterauer Autobahnen bekannt, und trotzdem stecken die Planungen für einen Aus- oder Neubau der Tank- und Rastanlage Wetterau Ost in den langsamen Mühlen des hessischen Verkehrsministeriums fest. Al-Wazirs Stellungnahme strotzt geradezu vor Ziel- und Entschlusslosigkeit und erstickt jeden Keim der Hoffnung auf eine schnelle Lösung der Parkplatzproblematik«, kritisieren die beiden FDP-Politiker.

Auf die Fragen der Liberalen, wie viele Lkw-Stellplätze derzeit an den Autobahnen in der Wetterau fehlen, habe der grüne Verkehrsminister geantwortet, dass im Zuge der A 5 zwischen dem Autobahnkreuz Gambach und der Anschlussstelle Friedberg ein Fehlbestand von 90 Stellplätzen festgestellt worden sei. Im Zuge der A 45 zwischen dem Autobahnkreuz Gambach und der Anschlussstelle Hammersbach liege laut Al-Wazir der Fehlbestand bei rund 50 Lkw-Stellplatzmöglichkeiten.

Verbotswidriges Parken aus der Not

»Rund 140 Lkw-Stellplätze fehlen auf den Wetterauer Autobahnen. Rund 140 Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer gehen bei der Suche nach einem Stellplatz auf den Wetterauer Autobahnen folglich regelmäßig leer aus und sind gezwungen, ihr Fahrzeug verbotswidrig abzustellen.«

Das Ergebnis sehe man immer wieder auf den Standstreifen und in Ein- oder Ausfahrten von Rastanlagen, mahnt Hahn an.

Die Liberalen fragten die Landesregierung auch, ob dieser bewusst sei, dass ein Mangel an Stellplätzen lebensgefährlich sein könne, insbesondere, wenn die Fahrerinnen und Fahrer wegen der wichtigen Einhaltung der gesetzlichen Ruhezeiten gezwungen seien, ihre Fahrzeuge verbotswidrig abzustellen. Al-Wazir habe geantwortet, dass unzulässiges Parken mit Lastkraftwagen eine große Gefahr darstellen könne. Die Landesregierung sei sich der großen Schwierigkeiten bewusst, die bei der Suche nach einer geeigneten Parkmöglichkeit bestünden. Es sei laut Al-Wazir anzumerken, dass gerade auf stark belasteten Autobahnabschnitten der vorausschauenden, rechtzeitigen Parkplatzsuche und die Bereitschaft, nötigenfalls auch abseits der Autobahn zu parken, besondere Bedeutung zukomme.

»Der grüne Minister Al-Wazir hat offenbar kein Gefühl für die Lebenswirklichkeit der Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer. Oftmals stehen diese unter erheblichen Zeitdruck. Anstatt von den Lkw-Fahrern eine ausufernde Parkplatzsuche zu verlangen, sollte der Verkehrsminister endlich seine Hausaufgaben erledigen und genügend Lkw-Stellplätze zur Verfügung stellen«, kritisiert der FDP-Verkehrspolitiker Naas.

Bürgerinitiatve zeigt sich irritiert

Auch die Bürgerinitiative Ober-Mörlen habe sich von der Antwort des Verkehrsministeriums irritiert gezeigt. Aus der Antwort auf die Anfrage gehe laut der Initiative nicht hervor, in welcher Fahrtrichtung welcher Stellplatzmangel vorliege.

Die FDP-Politiker Hahn und Naas sichern der Bürgerinitiative zu, diesen Irritationen nachzugehen und haben bereits im Landtag zu dieser Angelegenheit eine erneute Kleine Anfrage eingereicht.

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