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Der Radfahrverein Flottweg Steinfurth wird ausgezeichnet (v. l.): Landrat Jan Weckler, Stadtrat Heinz Thönges (Bad Nauheim), Jörg Faulstich (1. Vorsitzender) und Mark Kannieß (Sportkreis Wetterau).

Auszeichnung von Bund und Land

14 Wetterauer Sportvereine vor 100 Jahren gegründet

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Vertreter von 14 Sportvereinen haben hohe Auszeichnungen erhalten. Landrat Jan Weckler nahm die Ehrungen im Auftrag des Bundespräsidenten und des Hessischen Ministerpräsidenten vor.

Die Sportplakette des Bundespräsidenten wird an Sportvereine oder Verbände verliehen, die seit 100 Jahren oder mehr bestehen und sich in ihrem Wirken besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sportes erworben haben. Auch Hessen hat eine Ehrung für Sportvereine, nämlich die silberne Ehrenplakette, die das langjährige ehrenamtliche und kulturelle Wirken von Gesang- und Sportvereinen würdigt. Diese Plakette wurde 1951 vom damaligen Ministerpräsidenten Georg August Zinn gestiftet.

Im Wetteraukreis gibt es über 2100 Vereine. Fast ein Drittel sind Sportvereine. Die nun geehrten 14 Vereine wurden alle 1921 gegründet. Dies sind: FSG Wisselsheim, Radfahrverein Teutonia Wölfersheim, Radfahrverein Flottweg Steinfurth, Schützenverein Nieder-Wöllstadt, Schützenverein Assenheim, Schützenverein Selzerbrunnen, Sportverein Nieder-Weisel, Sportgemeinschaft Bindsachsen, Sportgemeinschaft Eintracht Ober-Mockstadt, Sportverein Teutonia Staden, Sportverein Olympia Bergheim, SV Seemental Ober-/Mittel-/Nieder-Seemen, Turn- und Sportverein Geiß-Nidda und Ortenberger Schützengesellschaft.

Große Belastung durch Pandemie

»Wenn ein Verein auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken kann, ist das normalerweise Anlass für eine große Festveranstaltung«, sagte Landrat Weckler in seiner Laudatio. Doch die Pandemie mache vielen Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Dennoch solle die hohe Auszeichnung »nicht einfach vorbeiziehen, ohne dass die Arbeit der letzten 100 Jahre, die von vielen Freiwilligen, von Ehrenamtlern, von Sportlerinnen und Sportlern gemacht wurde, auch angemessen gewürdigt wird«. Es sei ihm deshalb ein großes Anliegen gewesen, die Vereinsvertreter ins Kreishaus einzuladen, »um Ihre Arbeit und die Ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter und all derer, die vor Ihnen gewirkt haben, zumindest in einem kleinen Kreis mit Vereinsvorständen und Ihren Heimatbürgermeistern zu würdigen«.

Weckler sprach von der großen Belastung der Vereine durch die Pandemie. Es werde zunehmend schwerer, Menschen zu gewinnen, die sich im Verein engagieren wollen. »Unser buntes Vereinsleben bleibt nur erhalten, wenn sich Menschen wie Sie finden, die sich für ihren Verein engagieren. Umso wichtiger ist es, dass es gelingt, die Menschen jetzt, wenn die Beschränkungen Stück für Stück wieder aufgehoben werden, zurückzuholen ins Vereinsleben.«

Mark Kannieß, Vize-Vorsitzender des Sportkreises Wetterau, überbrachte die Glückwünsche des Landessportbundes. Er bedauerte, dass viele Vereine jahrelang auf das Jubiläum hingearbeitet haben und jetzt durch die Pandemie so ausgebremst würden.

Alle 14 Vereine erhielten die silberne Ehrenplakette des Landes. Die Ehrenplakette des Bundespräsidenten bekamen außerdem: die Ortenberger Schützengesellschaft, der Sportverein Nieder-Weisel und der SV Teutonia Staden.

Der SV Teutonia Staden erhält neben der Ehrenplakette auch die Sportplakette des Bundespräsidenten (v. l.): Landrat Jan Weckler, Bürgermeister Herbert Unger, Jörg Stürtz und Mark Kannieß (Sportkreis Wetterau).

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