Wohin mit dem vielen Schnittgut?

  • VonCathrin Lutz
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Florstadt (cat). Mit einem Ergänzungsantrag der SPD hat das Parlament jetzt einen Antrag der Grünen einstimmig beschlossen, der sich mit der Verarbeitung von kommunalen Schnittgut beschäftigte.

Bereits in der Sitzung zuvor hatten die Grünen eine Anfrage zu einem Reisighaufen auf der Hochtzeitsbaumwiese in Nieder-Mockstadt gestellt. Jetzt beantragten sie, auf die Verbrennung mit Blick auf das freigesetzte CO2 zu verzichten und bessere andere Formen der Verarbeitung anzuwenden.

Dietmar Schmidt (Grüne) machte die Dimensionen deutlich: Die Baumschnittmenge passe in vier Lastzüge von fast 20 Metern Länge und vier Metern Höhe, die nebeneinander parkten. Er wünschte sich Reisigcarrees für Insekten, Vögel und Reptilien oder die Verarbeitung zu Rindenmulch, das ausgebracht oder an die Bürger abgegeben werden könne. Auch die Verbrennung im Heizwerk mit Fernwärmeversorgung in Bergheim wurde als Alternative genannt.

Bürgermeister Herbert Unger sprach mit Blick auf die anfallenden Baumschnittmengen vom Fluch oder Segen der Hochzeitsbaumplantagen, die in den 1990er Jahren in allen Stadtteilen angelegt worden waren. Diese rund 1400 Obstbäume benötigten einen enormen pflegerischen Aufwand; Gleiches gelte für das Häckseln. Es folgte eine Diskussion unter anderem über eine weitere Gärtnerstelle im Bauhof, die seit Jahren wegen der Haushaltskonsolidierung nicht ausgeschrieben wird. Mit der Änderung, »weitestgehend auf das Verbrennen zu verzichten«, die Torsten Trupp für die SPD vorschlug, konnten alle Fraktionen leben.

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