Wertvolle Biotope erhalten

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Florstadt (pm). Streuobstwiesen leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz und zur Artenvielfalt. Sie bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Vogelarten, Insekten und Pflanzen. In Zeiten des Insektensterbens und des Vogelschwundes sind diese Biotope wichtige Rückzugsgebiete für die Flora und Fauna.

Doch der Erhalt dieser wertvollen Biotope ist in Gefahr. Die Streuobstbestände sind häufig überaltert, werden ungenügend gepflegt und oft nicht einmal abgeerntet.

In Florstadt haben der dortige Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und der Obst- und Gartenbauverein Nieder-Florstadt unlängst einen Arbeitskreis »Streuobstwiesen in Florstadt« gegründet. Initiiert wurde das Vorhaben durch eine Initiative der Grünen, Obstbäume mittels »gelbem Band« zu markieren und der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Die Umsetzung des Konzepts wird wohl im Sommer in Karben, unterstützt durch den Naturschutzfonds Wetterau, getestet.

Um die Bevölkerung für das Thema zu sensibiliseren, organisiert der neue Arbeitskreis für den 16. Juli einen Vortrag. Dabei wird Steffen Kahl, Referent der Naturschutzakademie Wetzlar, über die Bedeutung von Streuobstwiesen sprechen. Der Referent ist Fachmann für regionale Obstsorten und engagiert sich in einem großen Streuobst-Projekt. Neben einem Vortrag gibt es eine Vor-Ort-Begehung von Streuobstwiesen in Ober-Florstadt, verbunden mit einer Saft-Verkostung.

Weitere Projekte sind die Kartierung der lokalen Bestände, ein Kelterfest im Herbst und Schnittlehrgänge im Winter. Der Arbeitskreis wünscht sich zukünftig auch eine bessere Nutzung und Pflege der Florstädter Hochzeitswiesen, die alleine einen Bestand von 750 Bäumen aufweisen.

Im Arbeitskreis sind aktuell Raymund Wolf und Hartmut Wielitsch für die Obst- und Gartenbauer sowie Dr. Monika Rhein und Gudrun Neher für den BUND aktiv. Weitere Mitarbeiter sind willkommen.

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