Ja zu vier neuen Häusern

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In Ober-Florstadt will ein Investor vier Wohnhäuser bauen. Einstimmig haben sich die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung für eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans für das Grundstück in der Hauptstraße ausgesprochen. Alle Fraktionen lobten, dass Freiflächen im Ortskern für das Projekt genutzt würden.

In Ober-Florstadt will ein Investor vier Wohnhäuser bauen. Einstimmig haben sich die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung für eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans für das Grundstück in der Hauptstraße ausgesprochen. Alle Fraktionen lobten, dass Freiflächen im Ortskern für das Projekt genutzt würden.

In der Vorlage für die Bebauungsplanänderung betont die Verwaltung, dass die Art der Bebauung unter anderem hinsichtlich der Dachformen und Größe sehr genau festgelegt werde. So werde auch gesichert, dass die vier neuen Gebäude nicht über die bereits vorhandene Bebauung hinausragen.

Jahrelang kein Käufer in Sicht

Der Investor will auf einem brachliegenden Grundstück bauen, auf dem bisher eine denkmalgeschützte Scheune stand; diese wurde allerdings abgebrochen, weil sie verfallen war. Die Verwaltung weist auf die jahrelangen erfolglosen Versuche hin, das Grundstück zu verkaufen. Der jetzige Käufer, Geschäftsführer einer Baufirma in Friedberg, will dort vier Gebäude bauen: zwei mit je drei Reihenhauseinheiten und zwei weitere mit sechs bzw. drei Wohnungen. Die Erschließung soll über die bestehende Zufahrt an der Hauptstraße erfolgen.

Bürgermeister Herbert Unger betonte, dass der Käufer mit diesem Projekt, wie es in der Vergangenheit wiederholt gefordert worden war, die Innenentwicklung Florstadts fördere. Wenn das Wohnbauprojekt erfolgreich sei, könnten auch auf einem unbebauten Nachbargrundstück Wohnhäuser errichtet werden. Diese Entwicklung sei im besonderen Interesse der Stadt, weil so neue Einwohner gewonnen werden könnten. Unger erhofft sich durch den Anteil der Stadt an der Einkommensteuer zusätzliche Einnahmen. Günter Schmidt (CDU) erklärte, dass es wichtig sei, dass durch das Projekt bezahlbarer Wohnraum entstehe.

"Es ist schon erstaunlich, was die Innenentwicklung alles mit sich bringt", wunderte sich Gerhard Salz (Grünen-Fraktion). "Hier werden neuerdings Dinge gemacht, die man jahrelang für unmöglich hielt." Er lobte, dass die Dächer des Projekts nach Süden ausgerichtet seien, was Solaranlagen ermögliche. Auch den Bau von Reihenhäusern, die weniger Fläche verbrauchten, hätten die Grünen schon seit 20 Jahren gefordert.

"Es wird nie die erste Wahl sein, in Florstadt Reihenhäuser zu befürworten", dämpfte Unger Salz’ Freude. Aber "die verdichtete Bauweise wird kommen, man wird uns dazu zwingen". Die Stadt werde hier den Vorgaben des Regionalplans folgen müssen. "Deshalb ist das vielleicht schon mal ein gutes Projekt, um uns an die moderne Bauweise zu gewöhnen."

Fraktionschef Stefan Lux beantragte für die SPD eine Abänderung des Bebauungsplans, die zusätzlich absichern soll, dass die neuen Häuser nicht zu hoch im Ortskern aufragen können. Auch dieser Änderungsantrag fand die Zustimmung aller Stadtverordneten.

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