Streit um Mark Mockstadt geht weiter

  • VonRedaktion
    schließen

Florstadt (pm). Die Meinungsverschiedenheiten der Florstädter Grünen mit Bürgermeister Herbert Unger um die Mark Mockstadt gehen in die nächste Runde. Auf jüngste Äußerungen Ungers reagieren die Grünen auch mit neuerlichen Vorwürfen.

»Da es in der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 27. Januar dieses Jahres bereits eine Vorlage gab, über die Neuordnung der Besitzverhältnisse der Mark Mockstadt zu entscheiden, haben sich die zwei Ortsbeiräte der Grünen aus Nieder-Mockstadt, Stephan Mickel und Dietrich Schmidt, auf den Weg zur Sprechstunde des Bürgermeisters gemacht, um klar und deutlich zu fordern, dass ein solches Thema zuerst im Ortsbeirat behandelt werden müsse. Dies wurde ihnen auch zugesagt und die Vorlage zunächst an die Ortsbeiräte von Nieder-Mockstadt und Staden zur Stellungnahme überwiesen. Man einigte sich darauf, das Thema nicht im Wahlkampf zu thematisieren. Daran hätten sich die Grünen natürlich gehalten«, teilt die Partei mit.

Weil er auf »sachlich falsche Gerüchte und bewusst gestreute Falschbehauptungen reagieren« wollte, habe sich Bürgermeister Unger dazu hinreißen lassen, »mit dem Thema doch Wahlkampf zu treiben. Er hat sowohl im Florstädter Blättchen als auch in den Tageszeitungen seine Sicht der Dinge dargestellt und ist somit in seiner momentanen Funktion als Markmeister der Mark Mockstadt an die Öffentlichkeit getreten«, so der Grünen-Vorwurf. Man habe sich daraufhin auch nicht mehr an die Absprache gebunden gefühlt und habe »sehr sachlich die Geschichte der Mark Mockstadt dargestellt, den aktuell diskutierten Verteilungsschlüssel zwischen Altenstadt, Ranstadt und Florstadt erläutert und zum Schluss die zugespitzten Fragen gestellt: Wird hier das Erbe unserer Vorfahren verschachert? Welche Vorteile hat Florstadt durch diesen unverhältnismäßigen Verzicht auf Eigentumsanteile?«

Daraufhn sei von Unger in der Presse reagiert worden. Der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Gudrun Neher habe er »plumpes und durchsichtiges Wahlkampfmanöver« vorgeworfen. Es sei unverfroren, demjenigen gegenüber, mit dem er eine Absprache getroffen habe, genau das vorzuwerfen, was er selbst gemacht habe, »nämlich Wahlkampf. Dies zeuge eher von einer »grottenschlechten demokratischen Gesinnung, wenn es einem scheinbar nicht mehr um den Streit in der Sache, sondern den verbalen Angriff auf Personen geht. Einen fairen politischen Wettbewerb muss es schließlich auch auf kommunaler Ebene geben«, schreiben die Grünen zum Schluss.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare