Ansprechendes Programm erarbeitet: Der Volkschor Stammheim konnte mit dem Probenwochenende unter der Leitung von Chorleiterin Dorothea hochzufrieden sein. FOTOS: PM
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Ansprechendes Programm erarbeitet: Der Volkschor Stammheim konnte mit dem Probenwochenende unter der Leitung von Chorleiterin Dorothea hochzufrieden sein. FOTOS: PM

Sechs Meter vorn, zwei zur Seite

  • vonred Redaktion
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Florstadt(pm). Auch das Singen in Chören wird in Pandemiezeiten vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Diese Zeit verlangt Einschränkungen, bietet aber auch besondere Erfahrungen.

Auch wenn das externe Chorprobenwochenende im Spessart zum Leidwesen der Mitglieder des Volkschors Stammheim abgesagt werden musste, gibt es gut durchlüftete Räume - diesmal im Bürgerhaus Staden und in einer landwirtschaftlichen Halle in Stammheim -, die Intensivproben an einem ganzen Wochenende ermöglichen.

Teils wurde von den Sängerinnen und Sängern in einzelnen Stimmen geprobt, teils im vierstimmigen Chor. Parallel probte der Jugendchor mit Fides Grebe, und man traf sich dann am Sonntag zum gegenseitigen Vorsingen der neuen Stücke. Das Wochenende hat auch ein Ziel: Am vergangenen Sonntag wurde die Konfirmation in Stammheim nachgeholt, und der Chor durfte dort nach fünfmonatiger Auftrittspause mit mehreren musikalischen Beiträgen im Freien dabei sein.

Zutritt zu den Probenräumen gab es nur mit Mund-Nasen-Schutz, eine Teilnehmerliste wurde geführt und auch die Gespräche in den Pausen erfolgten nur maskiert. Gesungen wurde mit offenen Fenstern und Toren, in einem Abstand von zwei Metern zur Seite und nach hinten sowie sechs Metern von der Chorleitung zu den ersten Sängerinnen und Sängern.

Noch sind die Temperaturen mild, und man konnte daher mit Jacke und Schal längere Proben gut absolvieren. "Beim Singen in dieser Aufstellung kann man sich nicht mehr auf das Singen der Nachbarn verlassen, es fordert von jedem Mitsänger hundertprozentigen Einsatz und sicheres eigenständiges Singen", war eine wichtige Feststellung. Ganz schwierig wird es, bei mehrstimmigen Sätzen die anderen 20 Stimmen zu hören und in dieser Aufstellung einen harmonischen Chorklang zu erzeugen. So standen bei den umfangreichen Stimmübungen das Hören und das Nachempfinden der eigenen Klangerzeugung im Mittelpunkt.

Richtige Aufstellung ausprobieren

Eine weitere Hürde für den Auftritt am Sonntag war das dann erforderliche Singen im Freien. Auch unabhängig von Abstandsregeln, ist ein guter Chorklang hier schwieriger zu erreichen. Deshalb wurde am Sonntagnachmittag im gemischten Chor noch ausprobiert, welche Aufstellung hierfür am ehesten funktioniert. Und es war erstaunlich, wie man durch Umstellen der Sängerinnen und Sänger einen zuletzt guten Klang erreichen konnte.

Chorleiterin Dorothea Grebe war sichtlich zufrieden mit dem erarbeiteten Programm, das an diesem Probenwochenende durch Fides Grebe, die aktuell ein Gesangspädagogikstudium absolviert, tatkräftig unterstützt wurde. Die Chormitglieder waren dabei sehr gefordert. Letztlich waren aber alle erfreut, dass man auch mit großen Abständen erfolgreich singen kann.

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