Lisa-Mareen Walther und Sebastian Büter wollen am Sonntag einen Marathon laufen und damit Spenden für Uganda sammeln. Das Motto: "Wir schwitzen - du spendest". Die Strecke führt von Frankfurt nach Florstadt. FOTO: PV
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Lisa-Mareen Walther und Sebastian Büter wollen am Sonntag einen Marathon laufen und damit Spenden für Uganda sammeln. Das Motto: "Wir schwitzen - du spendest". Die Strecke führt von Frankfurt nach Florstadt. FOTO: PV

Schwitzen für den guten Zweck

  • Sabrina Dämon
    vonSabrina Dämon
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Florstadt(sda). Wenn Lisa-Mareen Walther im Sommer ihre Mutter besucht hat, hat sie oft das Fahrrad genommen. Von Frankfurt ist sie bis nach Florstadt entlang der Nidda gefahren - und hat gemerkt: Die Strecke ist 42 Kilometer lang. Quasi Marathonlänge. Das hat gepasst. Denn: Eigentlich wollte die gebürtige Florstädterin ohnehin beim Frankfurt-Marathon mitlaufen - um Spenden für ihren Verein "Girls On A Mission" zu sammeln, mit dem sie Projekte in Uganda unterstützt. Doch wegen Corona ist der Frankfurt-Marathon ausgefallen.

Spenden sammeln will die 30-Jährige dennoch - und so haben sie und die anderen Vereinsmitglieder "die Köpfe zusammengesteckt", sich gedacht: "Lasst uns doch trotzdem laufen." Und einen Spenden-Marathon initiiert.

Zentrum für Frauen unterstützen

Am kommenden Sonntag gehen die Läufer an den Start. Los geht es in Frankfurt, Ziel ist in Florstadt (etwa um 14 Uhr); die Strecke führt entlang des Niddaradwegs R4 ("Unterstützung ist an der Strecke gerne gesehen") und ist 42,2 Kilometer lang. Für jeden gelaufenen Kilometer nehmen sie 50 Euro ein - das ist zumindest das Ziel. Einige Kilometer seien bereits "verkauft", weitere "Kilometer-Paten" werden aber gesucht.

Geplant ist, erzählt Lisa-Mareen Walther, dass sie und Sebastian Büter, der auch Gründungsmitglied im Verein ist, die komplette Strecke laufen - und damit 4200 Euro einnehmen. Zudem sind Staffelläufer dabei. Das Spendenziel liegt bei 10 500 Euro.

Das Geld werde komplett nach Uganda gehen. Dort, in dem Dorf Mpigi, hat Lisa-Mareen Walther vor drei Jahren einige Monate verbracht und bei der Abato Foundation in einem Zentrum für Kinder geholfen.

Der Kontakt besteht nach wie vor, auch von Deutschland aus hilft Lisa-Mareen Walther weiterhin. Im Sommer 2019 hatte sie die Charity-Veranstaltung "Erzähl mir von Uganda" im Saal Lux in Florstadt auf die Beine gestellt.

Mittlerweile ist in Mpigi auch ein sogenanntes Women Empowerment Center entstanden - ein Zentrum für Frauen, die dort Berufszertifikate erwerben können. Wie Lisa-Mareen Walther erzählt, waren seit Anfang des Jahres täglich 80 Frauen in dem Zentrum. Angeboten werden dort Kurse in zwei Berufszweigen: zum einen im Bereich Kosmetikerin und Friseurin, zum anderen für Schneiderinnen.

Der in diesem Jahr gegründete Verein "Girls On A Mission" setze sich vor allem für die Rechte von Mädchen und Frauen ein, das Empowerment Center diene so als Hauptstandort für den Verein. Mit dem Geld vom Spenden-Marathon soll ein neuer Van gekauft werden. Zudem ist geplant, Übernachtungsmöglichkeiten in dem Dorf zu errichten - sowohl für die Kinder als auch für die Frauen.

Im August wollte Lisa-Mareen Walther wieder nach Uganda fliegen. Wegen Corona ist das ausgefallen. Doch, sagt sie, "sobald es möglich ist, will ich wieder hin". Bis dahin unterstützt sie die Projekte von Deutschland aus.

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